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Norwegens Reichtum : Das Märchen vom Öl hat ein offenes Ende

Seit 1971 in Betrieb: Die Ölförderplattform Ekofisk Bild: mauritius images

Vor fünfzig Jahren wurde Norwegens erstes Ölfeld in der Nordsee entdeckt. Damit begann ein beispielloser Erfolg. Doch in Feierlaune sind die Norweger nicht mehr.

          7 Min.

          Am 23. Dezember 1969 klingelte im norwegischen Industrieministerium in Oslo das Telefon. In die vorweihnachtlich schläfrige Behördenstimmung platzte eine Nachricht aus der rauhen Nordsee, die Norwegen verändern sollte. Ein Vertreter der amerikanischen Ölfördergesellschaft Phillips war am Apparat. Das Unternehmen hatte drei Jahre lang vergeblich nach Ölvorkommen unter dem Meeresboden gesucht. Aber jetzt, 300 Kilometer vor der Küste und in gut 3000 Metern Tiefe, war es auf Öl gestoßen. Auf sehr viel Öl.

          Sebastian Balzter

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Schon im Sommer hatte Phillips entnervt das Projekt abbrechen wollen, aber keinen Abnehmer für ein langfristig angemietetes Bohrschiff gefunden. Außerdem hatten sich die Amerikaner gegenüber den norwegischen Behörden vertraglich dazu verpflichtet, noch etwas länger nach Öl zu suchen. Bei einem Verstoß dagegen hätten sie eine Strafe zahlen müssen.

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