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Norwegens Kabeljau : Das Gold des Meeres wird gut überwacht

Dag Marten Tverborgvik, Fischerei-Inspektor der norwegischen Küstenwache, kontrolliert die Netze an Bord des Fischtrawlers MS Tønsne. Bild: Sebastian Balzter

Wenn der Kabeljau kommt, machen die Fischer im hohen Norden ein Milliardengeschäft. Norwegens Küstenwache passt auf, dass dabei alles mit rechten Dingen zugeht.

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          Für das Nordlicht, das grün am Himmel über der Barentssee flackert, hat Dag Marten Tverborgvik in dieser Nacht keinen Blick. Er hat den schweren roten Schutzanzug angezogen, der ihn eine Weile am Leben halten würde, falls er trotz aller Routine ins kalte Meer fallen sollte. Er hat Laptop, Messbrett und Schieblehre in eine wasserdicht verschließbare Kiste gepackt und ist in das kleine gelbe Speedboot geklettert, das ihn jetzt über die Wellen hinüber zum Fischtrawler „Tønsnes“ bringt.

          Sebastian Balzter

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Scheinwerfer schneiden Lichtkegel in die Dunkelheit. Gleich wird das Speedboot beidrehen, damit Tverborgvik an Bord des Trawlers klettern kann. Die Fischer haben schon eine Strickleiter von der Reling heruntergelassen, sie baumelt im Wind, auf 70 Grad nördlicher Breite und 22 Grad östlicher Länge. Ein Manöver am äußersten Rand unserer Zivilisation, der Polarkreis liegt 400 Kilometer weiter südlich. Und wer kennt schon die Barentssee, das Meer zwischen dem norwegischen Festland und der Insel Spitzbergen?

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