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Noch vor der Buchmesse : Der Verlag Bastei Lübbe will an die Börse

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Bastei Lübbe wagt den Sprung auf das Börsenparkett. Die Erstnotierung ist für den Herbst geplant. Der Verleger Stefan Lübbe will Mehrheitseigentümer bleiben.

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          Der deutsche Verleger der Romane von Dan Brown und Ken Follett strebt im Herbst an die Frankfurter Börse. Der vor allem mit Groschenromanen (“Jerry Cotton“, „Der Bergdoktor“) groß gewordene Kölner Verlag Bastei Lübbe kündigte am Dienstag seinen Börsengang an. „Die Erstnotiz peilen wir für den 8. Oktober an, einen Tag vor dem Beginn der Buchmesse“, sagte Geschäftsführer Thomas Schierack der Nachrichtenagentur Reuters. Mit einer 30 Millionen Euro schweren Mittelstandsanleihe habe Bastei Lübbe vor eineinhalb Jahren bereits erste Erfahrungen am Kapitalmarkt gemacht. „Schon damals haben uns Anleger gesagt, sie hätten gerne auch Aktien“, sagte Schierack.

          Das Emissionsvolumen werde in ähnlicher Größenordnung wie bei der Anleihe liegen, „vielleicht etwas darüber“. Bastei wolle mit dem Erlös das Geschäft mit digitalen Büchern ausbauen. Für Tablets und E-Book-Lesegeräte würden derzeit eigene Roman-Serien konzipiert. „Keiner hat Lust, auf dem Smartphone tausend Seiten Follett zu lesen“, sagte Schierack. Zum ersten Mal wolle Bastei Lübbe damit ins nicht deutschsprachige Ausland expandieren. Zu den Bestsellern von Lübbe gehören die Unterhaltungsromane von Dan Brown (“Sakrileg“, „Illuminati“) und Ken Follett (“Die Tore der Welt“).

          An die Börse begleitet wird Bastei Lübbe von der Close Brothers Seydler Bank AG. Noch firmiert das Unternehmen als GmbH & Co KG. Geschäftsführer Stefan Lübbe, der derzeit 97 Prozent am Verlag hält, wolle Mehrheitseigentümer bleiben. „Wir streben 40 Prozent Streubesitz an“, sagte sein Kollege Schierack. Neuemissionen unter 100 Millionen Euro gelten bei Bankern als schwer zu platzieren, weil große Investoren sie meiden. „Wir hoffen auch von unserem bekannten Namen zu profitieren“, sagte Schierack.

          Im Geschäftsjahr 2012/13 erwirtschaftete Bastei Lübbe mit 97 (2011/12: 82) Millionen Euro Umsatz ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 10,9 (9,1) Millionen Euro. Die Umsatzrendite nach Steuern liege zwischen 6,5 und 7,5 Prozent, sagte Schierack.

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