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Wahl in den Niederlanden : Den Haags Kampf um die Mittelschicht

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte Bild: EPA

Premier Rutte entdeckt den Normalverdiener, der zu wenig von der Globalisierung profitiert. Im Wahlkampf ruft der Rechtsliberale einen aktiveren Staat aus.

          3 Min.

          Die Corona-Krise hängt natürlich auch in den Niederlanden über dem politischen Alltag. Viel ist schiefgegangen, das Land begann im Januar als letztes in der EU mit Impfungen, weil Ämter die IT-Systeme zu langsam an neue Impfstoffe angepasst hatten. Dann musste der Gesundheitsdienst auch noch ein übles Leck zugeben: Im Internet wurden Daten Getesteter und Geimpfter zum Kauf angeboten, Mitarbeiter von Callcentern festgenommen. Heikel und juristisch umstritten ist zudem die abendliche Ausgangssperre, die Auslöser – wenn auch nicht alleiniger Grund – für Ausschreitungen im ganzen Land war.

          Einen Monat vor der Parlamentswahl ist Corona dennoch nicht das alles beherrschende Thema. In einer neuen Umfrage, worum sich Parteien in der kommenden Wahlperiode besonders kümmern sollten, stehen drei andere Felder vorne: das Gesundheits- und Pflegesystem im Allgemeinen; der Wohnungsmarkt mit seinen stark steigenden Preisen; und die Klimapolitik, denn ein Land mit einem Viertel des Bodens unter Normalnull hat steigende Meeresspiegel mehr zu fürchten als andere. Erst auf Platz vier in der Umfrage: die Corona-Politik.

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