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Niederlande : Erdgas oder Erdbeben

Ein Arbeiter beim Wiederaufbau von Häusern in der nordholländischen Stadt Overschild, die durch Erdbeben infolge der Erdgasförderung unsicher geworden sind. Bild: Reuters

Im Nordosten der Niederlande bebt die Erde. Schuld ist die Erdgasförderung – ein großes Gasfeld in Groningen soll daher Ende des Jahres schließen. Ist das angesichts des Krieges noch haltbar?

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          In der Weite des niederländischen Nordens, zwischen Weide- und Ackerland, erhebt sich ganz sanft Huizinge. Ein Warftdorf, gebaut also einst auf einem aufgeschütteten Hügel zum Schutz vor Hochwasser. Auf dem höchsten Punkt – vier Meter über der Umgebung – thront die Janskerk, eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert im romanisch-gotischen Übergangsstil, imposant für einen Ort von nur 130 Einwohnern. Die Hauptstraße ist flugs abgeschritten, am Ortsausgang knickt sie nach links ab, erreicht den früheren Bauernhof Plaats Melkema. Hier wohnten viele Generationen des Geschlechts Huizinga, das den wohl berühmtesten Kulturhistoriker des Landes hervorbrachte, Johan Huizinga.

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Häuser erscheinen gepflegt, Schäden sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Nicht mehr, muss man sagen. Und: nicht momentan. Denn Huizinge liegt im Erdbebengebiet der Provinz Groningen, war sogar das Epizentrum der bislang stärksten Erschütterung im August 2012, Stärke 3,6 auf der Richter-Skala.

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