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Neuzulassungen : Autoexport schrumpft kräftig

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In Schutzfolien eingepackt: Neuwagen des Autoherstellers Audi stehen im niedersächsischen Emden bereit für die Ausfuhr Bild: dpa

Der staatlich geförderte Autoboom hält noch an. Vor allem dank der Abwrackprämie wurden im Mai mit 385.000 Einheiten 40 Prozent mehr Autos als vor einem Jahr neu zugelassen. Doch zu drei Vierteln ist der Topf inzwischen leer. Und der für die Branche so wichtige Export schrumpft weiter.

          Die Absatzkrise hält die deutsche Autoindustrie fest im Griff. Der für die Branche so wichtige Export schrumpfte in den ersten fünf Monaten des Jahres um 38 Prozent auf knapp 1,2 Millionen Einheiten. Im Mai lag das Minus bei 28 Prozent. Das meldet der Verband der Autoindustrie (VDA).

          Wesentlich besser sieht die Lage dagegen auf dem Inlandsmarkt aus. Vor allem dank der Abwrackprämie wurden im Mai mit 385.000 Einheiten 40 Prozent mehr Autos als vor einem Jahr neu zugelassen. Dies war der höchste Mai-Wert nach dem Wiedervereinigungsboom 1991. Seit Jahresbeginn stiegen damit die Anmeldungen im Inland um knapp ein Viertel auf gut 1,6 Millionen Fahrzeuge - und könnten somit im Gesamtjahr den Vorjahreswert von 3,1 Millionen deutlich übertreffen.

          Das verwundert nicht, liegt doch das Volumen der staatlich finanzierten Abwrackprämie bei 5 Milliarden Euro. Damit können 2 Millionen Autokäufe mit jeweils 2500 Euro gefördert werden. Zu drei Vierteln ist der Topf schon leer.

          Hauptprofiteure sind ausländische Kleinwagenhersteller wie Hyundai sowie Renault mit der Billigmarke Dacia und Fiat, die den Absatz verdoppelten. Nach Marktanteil führen Volkswagen mit 20 Prozent, Opel mit 10 Prozent und Ford mit 8 Prozent.

          „Die Neuordnung der Kfz-Steuer und die Umweltprämie erfüllen die ihr von der Politik zugewiesene Aufgabe, die Inlandsnachfrage angesichts der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die vor allem zu einem Einbruch im Export geführt hat, zu verstärken“, sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Die deutschen Hersteller hätten sich auf dem Inlandsmarkt gut behauptet und im Mai deutliche Zuwächse verbucht; ihr Marktanteil sei wieder auf zwei Drittel gestiegen. Das waren gut 5 Prozentpunkte mehr als noch im März. Die Inlandsorder der deutschen Autohersteller legten bis Mai um 29 Prozent zu.

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