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Mit Maske in der Achterbahn : Wie der Europa-Park den Neustart plant

Die Achterbahn „Silver Star“ Bild: EPA

Am Freitag öffnet der Freizeitpark wieder seine Pforten. Mit einer App sollen die Besucher spielerisch erzogen werden – Abstandhalten wird hier zu einem Wettbewerb.

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          Das Gefühl, nicht zu wissen, was nach der nächsten Kurve kommt, kennen die Besucher des Europa-Parks bestens. Das Gefühl, plötzlich ins Bodenlose zu fallen. Den Schwindel vor lauter Tempo. Roland Mack, der „Mister Europa-Park“, der sich nach seinem 70. Geburtstag im vorigen Herbst eigentlich zur Ruhe setzen wollte, hat all das durch die Corona-Pandemie in der Realität erlebt. Er hat den Abgrund gesehen, das Lebenswerk in Gefahr, die Existenz eines Unternehmens mit 4000 Mitarbeitern und mit wirtschaftlicher Bedeutung weit darüber hinaus. „Da stehen ja nicht nur die Achterbahnen still“, gibt er im Gespräch mit der F.A.Z. zu bedenken: „Das heißt ja auch, dass die Maler und Schreiner keine Aufträge von uns bekommen und dass die 3500 Gästebetten der privaten Anbieter in Rust leer bleiben.“

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Diesen Freitag öffnet der Europa-Park wieder, und Roland Mack schiebt die finanziellen Sorgen beiseite und spricht lieber über die Besucher. Die haben die Öffnung offenbar sehnlichst erwartet, denn die ersten Wochen sind schon so gut wie ausgebucht. Mit dem Hochbetrieb, den man sonst während der Pfingstferien gewöhnt ist, hat das allerdings nichts zu tun. Maximal 10.000 Tickets pro Tag werden verkauft – ausschließlich online und mit konkreter Datumsangabe. An seinen besten Tagen hatte der Europa-Park auch schon über 60.000 Besucher. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 5,7 Millionen.

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