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Neunter Anstieg in Folge : Deutsche Exporte legen im Januar überraschend zu

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Warenverladung im Hamburger Hafen: Werden mehr Container verschifft, geht es der Konjunktur meist besser. Bild: dpa

Trotz der Corona-Pandemie sind die Exporte aus Deutschland weiter angestiegen. Das liegt mit am Geschäft in China und Amerika.

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          Die deutschen Exporteure haben trotz der zweiten Corona-Welle bei wichtigen Handelspartnern einen unerwartet guten Start ins Jahr erwischt. Ihre Ausfuhren wuchsen im Januar bereits den neunten Monat in Folge, und zwar um 1,4 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

          Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 1,2 Prozent gerechnet. Die Importe fielen dagegen um 4,7 Prozent zum Vormonat und damit so stark wie seit April 2020 nicht mehr. Hier waren Experten nur von einem Rückgang von 0,5 Prozent ausgegangen.

          Insgesamt verkauften die Exporteure im Januar Waren im Wert von 98,1 Milliarden Euro ins Ausland. Verglichen mit Januar 2020 waren das 8,0 Prozent weniger. Dabei sanken die Ausfuhren in die EU-Staaten um 6,0 Prozent, die in den Rest der Welt sogar um 10,3 Prozent. Die Exporte nach Großbritannien sanken nach Inkrafttreten des Brexit-Handelsabkommens mit minus 29 Prozent besonders stark.

          Zeichen stehen auf Wachstum

          2020 waren die deutschen Exporte wegen der Corona-Krise um 9,3 Prozent auf 1205 Milliarden Euro eingebrochen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass sich das Auslandsgeschäft in diesem Jahr belebt. Das Barometer für die Exporterwartungen der Industrie kletterte im Februar auf den höchsten Stand seit fast zweieinhalb Jahren, wie das Ifo-Institut in seiner monatlichen Umfrage unter 2300 Betrieben herausfand. „Die gut laufende Konjunktur in China und die anziehende Produktion in den Vereinigten Staaten helfen den deutschen Exporteuren“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

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