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Wiener Philharmoniker : Zum Neujahr wird im Netz musiziert

Die Wiener Philharmoniker unter Riccardo Muti bei der Probe Bild: Dieter Nagl

Corona trifft die Wiener Philharmoniker schwer. Konzerte ohne Gäste kosten Millionen. Nur auf Applaus müssen sie nicht verzichten. Den gibt es jetzt im Internet.

          4 Min.

          Am ersten Tag des Jahres geben die Wiener Philharmoniker ihr Neujahrskonzert. Übertragen wird es seit Jahrzehnten in Radio und Fernsehen, seit ein paar Jahren streamen sie Donauwalzer, Schnellpolka und Radetzkymarsch von Johann Strauss & Co. für Millionen Musikfreunde in aller Welt auch über das Netz. In diesem Jahr können die Fans erstmals zurückstreamen: ihren Applaus, live über das World Wide Web. Zwar muss das 81. Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker erstmals seit 1941 ohne Publikum im Saal stattfinden, doch an Beifall soll es trotzdem nicht mangeln. Den Applaus im goldglänzenden Großen Saal des Wiener Musikvereins empfangen die Musiker diesmal so wie die Zuhörer die Musik: live, aber aus Lautsprechern.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Dahinter steht eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF), der sich auf den Grazer Hersteller kabelloser Soundsysteme Poet Audio stützt. Interessenten loggen sich per Smartphone, Tablet oder Laptop in eine Website ein. Über die Seite schalten die Macher das Mikrofon an. Der individuelle Beifall wird auf sechs Server übertragen und zur Pause und am Ende des Konzertes zu einem großen Applaus addiert.

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