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Neuheiten : Jetzt kommt der Generationswechsel in der Spaß-Elektronik

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Die Welt im Bild Bild: dpa/dpaweb

Am 29. August öffnet die Internationale Funkausstellung in Berlin ihre Pforten. Für alle, die sich schon vorab über Trends und Exponate informieren wollen, die Höhepunkte schon jetzt.

          7 Min.

          Das Ifa-Jahr 2003, sagen die Veranstalter, werde als das Jahr des flachen Fernsehers in die Geschichte eingehen. Tatsächlich werden die eleganten Flachmänner das Erscheinungsbild fast aller Stände bestimmen. Große Plasma-Boliden und Rückprojektionsgeräte mit Diagonalen bis zu eineinhalb Meter und smarte LCD-Fernseher, die Diagonalmaße über 90 Zentimeter erreichen, verlassen endgültig die Nischen semiprofessioneller Luxus-Displays, denen man im wahren Leben kaum begegnet. Mit Ausstattungen, die zum Einsatz im Wohnzimmer passen, und mit beinahe täglich sinkenden Preisen nehmen die immer noch kostspieligen Apparate Kurs in Richtung Massenmarkt (F.A.Z. vom 5. August).

          Es sind aber nicht allein die schon körperlich eindrucksvollen Dimensionen der flachen Aggregate, die den Umbruch in der Fernseher-Technik ausmachen. Auch die Elektronik dahinter steht für größere Veränderungen - nämlich den allmählichen Abschied von den letzten Eckdaten des analogen Fernsehsystems PAL: Die neuen Bildschirme können wesentlich mehr Zeilen, also feinere Bildinformationen darstellen, als die Sender heute noch liefern - selbst dann, wenn sie digital übertragen. Und weil sich die DVD an die konservativen Vorgaben unserer Fernsehstandards hält, helfen vorerst nur elektronische Kunstgriffe, das Qualitätspotential der mächtigen Sichtgeräte sinnvoll zu nutzen. Eingebaute Signalprozessoren, Scaler genannt, rechnen die Bildinformationen aus Antenne oder Player auf erhöhte Zeilenzahlen hoch. Zusätzlich beherrschen sie zumeist die Vollbild-Technik, auch Progressive Scan genannt. Die macht aus den 50 Halbbildern je Sekunde, mit denen die Fernsehsender jeweils nur die Hälfte aller Zeilen übertragen, 50 lückenlose Vollbilder - mit sichtbarem Qualitätsgewinn.

          Besseres Bild dank Vorbild Computer

          Zu den besonders interessanten Ifa-Exponaten zählen deshalb alle Bildquellen, die Progressive-Scan-Signale ausgeben können. Die Top-Modelle unter den neuen DVD-Playern beherrschen das bereits, und manche, etwa der DVD-HD935 von Samsung oder der DVD-A11 von Denon, geben die Vollbild-Signale sogar über eine digitale Schnittstelle nach dem in der Computerwelt bereits etablierten Standard DVI aus. Das kann die Qualität nochmals steigern, wenn der Großbildschirm einen passenden Eingang hat. Hinter den Kulissen diskutieren die Experten, wann solche Übergangslösungen auch in Europa echten hochzeiligen Programmquellen weichen könnten. Doch seit die europäische Fernseh- und Geräteindustrie mit ihren HDTV-Visionen gescheitert ist, traut sich niemand so recht, in den nächsten logischen Fernseh-Entwicklungsschritt zu investieren. Immerhin: Die kommende DVD-Generation, die mit einem blauen optischen Laser abgetastet wird, bringt die hochzeiligen Spielfilme fürs Heimkino mit Sicherheit - aber das kann noch ein paar Jahre dauern. Wie solche Geräte aussehen, können die Ifa-Besucher anhand eines schon serienreifen, für den japanischen Markt gebauten Sony-Modells studieren.

          Statt Magnetbändern rotieren DVDs

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