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Neues Geschäftsfeld im Blick : Amazon am Apparat

  • -Aktualisiert am

Kann man über Amazon künftig auch telefonieren? (Symbolbild) Bild: EPA

Amazon soll Interesse am Prepaid-Anbieter Boost Mobile haben. Damit würde der Konzern Zugriff auf das Netz von T-Mobile und Sprint bekommen. Denkbar ist aber noch eine andere Variante.

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          Mit Google Fi hat der amerikanische Technologiekonzern Google seit einigen Jahren ein Mobilfunkangebot. Dabei bietet das Unternehmen seinen Kunden Rabatte für Produkte wie das Pixel-Smartphone an, wenn sie Vertragskunden werden. Das Telefon springt je nach Verfügbarkeit in verschiedene Netze. Das funktioniert nur, weil sich Google in Amerika in die Netze von AT&T, Verizon, T-MobileUS und Sprint eingekauft hat.

          Das ist die eine Möglichkeit, um solche Dienste anzubieten. Einen anderen Weg könnte der Online-Händler Amazon einschlagen: Es gibt Gerüchte, dass das Unternehmen von Jeff Bezos daran interessiert sein soll, den Prepaid-Anbieter Boost Mobile zu kaufen. Veräußert wird der, weil T-Mobile US und Sprint für ihre geplante Milliardenfusion einige Unternehmensteile abgeben müssen, um die Kartellwächter milde zu stimmen. Damit würde Amazon Zugriff auf das Netz von T-Mobile und Sprint bekommen. Denkbar ist sogar, dass Amazon selbst Frequenzen kauft, die von den Fusionspartnern veräußert werden.

          Ein solcher Schritt passt zu Amazons Strategie, sich immer weiter auszudehnen, um verschiedene Dienste anzubieten: Online-Handel, Supermärkte, Cloud-Computing und eigene Lieferdienste sind offenbar noch nicht genug. Ein interessanter Trend: Hierzulande spalten sich Konglomerate derzeit eher auf.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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