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Neues Cybersicherheitszentrum : Huawei wehrt sich mit allen Mitteln

Für den sauberen Anstrich: Hinter dem Cybersicherheitszentrum von Huawei in Brüssel steckt Kalkül. Bild: AP

In Brüssel eröffnen die Chinesen ein Zentrum für Cybersicherheit. In Amerika reicht der Konzern Klagen ein. Das Kalkül dahinter: Wieder ins Geschäft zu kommen.

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          Es beginnt mit einer kleinen analogen Desinformation. Der chinesische Technologiekonzern Huawei hat zur Besichtigung seines neuen sogenannten Cybersicherheits-Transparenz-Zentrums in Brüssel eingeladen: Rue Guimard, Hausnummer 6. Die Adresse existiert nicht. Gibt es einen Geheimeingang? Der Portier von Nummer 4 kommt zu Hilfe. Huawei kenne wohl die eigene Hausnummer nicht. Das Unternehmen residiere schräg gegenüber, in der Nummer 9.

          Werner Mussler

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Viel zu besichtigen ist dort nicht. Im Erdgeschoss befindet sich ein Showroom, in dem auf vielen Bildschirmen gezeigt wird, welch hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards das Unternehmen befolgt. Ein Stockwerk höher dürfen Journalisten kurz in einige Räume blicken, in denen das technische Herz der Einrichtung schlägt. Schnell geht es wieder hinaus: zur großen Eröffnungsfeier mit 200 Gästen, die Huawei im altehrwürdigen Königlichen Palast der Akademien neben dem Brüsseler Stadtschloss stattfinden lässt.

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