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Neuer Expresszug: Mekka–Medina : Muslimische Pilger sind jetzt mit Tempo 300 unterwegs

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Der Haramain-Express fährt ab heute zwischen Medina und Mekka. Bild: dpa

Ein Hochgeschwindigkeitszug fährt jetzt zwischen den beiden heiligsten Städten des Islams, Mekka und Medina. Der Zug soll Saudi-Arabiens Abhängigkeit vom Öl reduzieren. Auch die Bahn war an dem Projekt beteiligt.

          Ab Donnerstag fährt zwischen Mekka und Medina ein neuer Hochgeschwindigkeitszug. Nach mehrjähriger Bauzeit hat der Zug in Saudi-Arabien zwischen den beiden heiligsten Städten des Islam, Mekka und Medina, seinen regulären Verkehr aufgenommen. Der erste Zug sei am Donnerstagmorgen mit mehr als 400 Passagieren an Bord losgefahren, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SPA.

          Der „Al-Haramain“-Hochgeschwindigkeitszug benötigt für die rund 450 Kilometer lange Strecke durch die Wüste etwa zwei Stunden. Der Zug erreicht eine Geschwindigkeit von mehr als 300 Stundenkilometern. Der Zug soll jedes Jahr bis zu 60 Millionen Passagiere transportieren und die Fahrt zwischen Mekka und Medina vor allem für Millionen Pilger erleichtern.

          Die Strecke mit fünf Bahnhöfen ist das größte Verkehrsprojekt der Region. Unter der Leitung von Kronprinz Mohammed bin Salman bemüht sich das islamisch-konservative Königreich in einem ehrgeizigen Programm darum, seine Wirtschaft unabhängiger vom Öl zu machen. Der Pilger-Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle der Landes.

          Das Interesse an dem Zug scheint rege. Bilderstrecke

          Gebaut wurde die milliardenteure Strecke von einem spanisch-saudischen Konsortium. Auch die Deutsche Bahn war beteiligt. Das tochterunternehmen DB International übernahm 2013 die Planprüfung, Bauüberwachung und Kontrolle der Fahrzeugproduktion. Es handelte sich um den größten Einzelauftrag, den DB International bis dahin erhalten hatte.

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