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Paketzentrum geschlossen : Neuer Corona-Ausbruch im Kreis Heinsberg

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Eine Mitarbeitern steht in einem DPD-Paketzentrum an einem Fließband (nicht in Heinsberg aufgenommenes Symbolbild). Bild: Rainer Wohlfahrt

Er war der erste Corona-Hotspot in Deutschland, nun gibt es neue Probleme im Kreis Heinsberg. Ein Paketzentrum mit 400 Mitarbeitern ist nach zahlreichen Virusfällen geschlossen worden. Alle Mitarbeiter sind in Quarantäne.

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          Der Paketzusteller DPD hat seinen Standort in Hückelhoven im nordrhein-westfälischen Kreis Heinsberg mit 400 Mitarbeitern wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend geschlossen. Bislang seien 42 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet worden, sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag. Alle Mitarbeiter seien in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden.

          Die ersten Fälle seien in dieser Woche bekanntgeworden und dem Gesundheitsamt gemeldet worden. Die Behörde habe dann mobile Teststationen veranlasst, sagte der Sprecher. Einem Bericht des WDR zufolge liegen erst für 167 Angestellte, also für knapp die Hälfte der Belegschaft, Testergebnisse vor. Die restlichen sollen laut Kreisverwaltung am Montag kommen, hieß es. Das Gesundheitsamt überprüfe jetzt mögliche Kontaktpersonen der Angestellten.

          Landrat: Ausbruch ist lokales Ereignis

          Die Zustellung von Paketen und Abholung von Sendungen bei Kunden werde von benachbarten Standorten übernommen und sei sichergestellt, sagte der DPD-Sprecher. Das Depot soll nun gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Andere Standorte des Unternehmens seien nicht betroffen.

          Der Kreis Heinsberg gilt als besonders betroffen von dem neuartigen Coronavirus. In der Gemeinde Gangelt hatten sich nach einer Karnevalssitzung Mitte Februar viele Bürger mit dem Virus infiziert. Die Gemeinde gilt daher als Epizentrum. Zuletzt wurden in dem Kreis am Freitag 1798 bestätigte Infektionen und 68 Todesfälle gezählt.

          Die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner lag dem Robert-Koch-Institut zufolge im Kreis Heinsberg zuletzt bei 4,7. Mit dem neuerlichen Ausbruch dürfte sich diese Zahl nun aber erhöhen. Die von Bund und Ländern vereinbarte Grenze, ab der wieder schärfere Beschränkungen des öffentlichen Lebens eingeführt werden müssen, liegt bei 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

          Der Landrat des Kreises, Stephan Pusch (CDU), hält den neuerlichen Ausbruch primär für ein lokales Ereignis. Er nehme nicht an, dass dieser ähnliche Folgen haben werde wie im Kreis Coesfeld, sagte er dem WDR. Dort waren die das öffentliche Leben betreffenden Lockerungen um eine Woche verschoben worden, nachdem zahlreiche Mitarbeiter des Schlachtbetriebs Westfleisch an Covid-19 erkrankt waren. Letztlich werde über die Konsequenzen aber der Krisenstab entscheiden, sagte Pusch.

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