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Neuer Alterssicherungsbericht : Rentner sind „überwiegend gut versorgt“

  • Aktualisiert am

Den meisten Rentnern in Deutschland geht es gut Bild: dpa

Die Koalition streitet noch immer über die Rentenpolitik. Jetzt liefern neue Daten weiteren Diskussionsstoff: Der neue Alterssicherungsbericht besagt, dass es den meisten Rentnern in Deutschland gut geht. Aber: Ohne private Vorsorge könnte sich das ändern.

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          Während sich die Koalition weiter über die Rentenpolitik entzweit, gibt es neue Daten zum Thema Altersarmut: Trotz teilweise niedriger gesetzlicher Altersbezüge sind die Rentner in Deutschland aus Regierungssicht „überwiegend gut versorgt“. Das stellt der fünfte Alterssicherungsbericht der Bundesregierung fest, der der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch) vorliegt. Für das Zahlenwerk hat die Firma TNS Infratest Sozialforschung im Jahr 2011 fast 28.000 Personen befragt.

          Demnach verfügen Ehepaare und Alleinstehende, die 65 Jahre alt oder älter sind, im Durchschnitt über ein Haushaltseinkommen von 1818 Euro netto im Monat. Laut Bericht gibt es aber große Unterschiede. Alleinstehende Frauen dieser Altersgruppe haben mit durchschnittlich 1292 Euro eher weniger Geld zum Ausgeben. Bei männlichen Singles sind es schon 1560 Euro, bei Ehepaaren sogar 2433 Euro.

          Gesetzliche Rente hat noch immer die größte Bedeutung

          Die Untersuchung, die das Bundesarbeitsministerium alle vier Jahre erstellt, wurde Anfang der Woche zur Abstimmung in die anderen Ressorts verschickt, schreibt die Zeitung. Aus dem Regierungsdokument geht hervor, dass die gesetzliche Rente für die Versorgung der alten Menschen immer noch die größte Bedeutung hat. Etwa die Hälfte der Generation 65 plus profitiert aber bereits von betrieblicher oder privater Vorsorge.

          In dem Bericht wird gleichwohl auch vor zunehmender Altersarmut gewarnt. Derzeit müssen demnach aber nur 2,5 Prozent der mehr als 65-Jährigen von der staatlichen Grundsicherung im Alter leben. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) fürchtet, dass die Quote deutlich wächst, wenn die Regierung nichts unternimmt. Sie will Geringverdiener und Selbstständige in Zukunft stärker absichern.

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