https://www.faz.net/-gqe-acv77

Geldpolitik in Europa : Was die EZB jetzt tun muss

  • -Aktualisiert am

Der Sitz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Bild: Huebner

An diesem Wochenende beraten die Notenbanker der Eurozone über ihre Strategie. Sie haben viel zu tun, denn die Kapitalmärkte sind in Gefahr. Ein Gastbeitrag.

          4 Min.

          Die EZB ist gerade dabei, ihre Strategie zu überprüfen. Was wird dabei herauskommen? Ein symmetrisches Inflationsziel à la Fed und grüne Geldpolitik. Die entscheidende Herausforderung ist aber eine andere: Wie können wir nach einem Jahrzehnt unkonventioneller Geldpolitik dieses gigantische Experiment zu einem guten Ende führen, ohne die Finanzmarktstabilität aufs Spiel zu setzen und so in eine neue Krise enormen Ausmaßes zu schlittern?

          Die EZB ist kein Zauberlehrling. Sie hat dieses Experiment nicht mutwillig gestartet, sondern ist nolens volens hineingeschlittert. Krisen wie die große Finanzkrise 2007/08 und die Eurokrise 2010/12 erforderten resolutes Eingreifen; strukturelle Veränderungen wie die Alterung der Gesellschaft und schwaches Produktivitätswachstum haben die Realzinsen immer tiefer in den Keller gedrückt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Die Ästhetik von rechtsextremen Influencerinnen passt in die heile Instagram-Welt aus modisch gekleideten Menschen, Tierjungen und Traumstränden. (Symbolfoto)

          Rechtsextreme Influencerinnen : Das nette Nazi-Mädchen von nebenan

          Rechtsextreme Influencerinnen suchen in den sozialen Medien nach Anhängern. Mit Frisurentipps, Backrezepten und Aufnahmen vor grünen Landschaften wirken sie zunächst unverfänglich – doch der Schein trügt. Eine Recherche.
          Alles so schön bunt hier: eine Gasse in Basel. In der Schweizer Stadt fanden im vorigen Jahr Demonstrationen der Black-Lives-Matter-Bewegung statt, die Martin R. Dean ermutigten, über seine Erfahrungen als „nichtweißer“ Autor zu sprechen.

          Was die Sprache verändert : Ade, du weiße Selbstverständlichkeit

          Der Schriftsteller Matthias Politycki hat kürzlich begründet, warum er Deutschland verlassen hat: Politisch korrekte Sprachregelungen mache ihm das Schreiben unmöglich. Ihm antwortet nun ein Freund und Kollege.