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Neue Steuerlast : Erbschaften richtig besteuern

Neue Steuerlast: Mehr Jobs mit neuer Erbschaftsteuer? Bild: dpa

Der Fiskus verschont Unternehmenserben und belastet stark den arbeitenden Teil der Bevölkerung. Ökonomen haben den Effekt einer großen Reform durchgespielt.

          3 Min.

          Der Ansatz klingt vielversprechend: Erbschaftsteuer reformieren nach dem Motto „Niedrige Sätze, aber dafür ohne Ausnahmen“, um mit den Mehreinnahmen die Einkommensteuer nach unten zu drücken, was wiederum für einen größeren Arbeitsanreiz sorgt. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat untersucht, was eine solche Neuregelung bringen könnte. Das Ergebnis ist ernüchternd. Kurz gefasst lautet die Erkenntnis: „Die zusätzlichen Steuereinnahmen aus der Erbschaftsteuer sind einfach zu gering, um signifikante Steuersenkungen bei der Einkommensteuer zu ermöglichen.“ Die bisher unveröffentlichte Analyse „Eine Abschätzung des Potenzials der Erbschaftsteuer zur Entlastung der Arbeit“ von Martin Beznoska und Tobias Hentze liegt der F.A.Z. vor.

          Manfred Schäfers
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Wie das Statistische Bundesamt im August berichtete, stieg das Aufkommen der Steuer auf Erbschaften und Schenkungen vergangenes Jahr um 19,4 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2020 Steuereinnahmen von 740 Milliarden Euro Steuern verbucht. Davon entfielen etwa 266 Milliarden Euro auf die Lohn- und Einkommensteuer. Das Aufkommen aus der Erbschaftsteuer steht den Ländern zu.

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