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Neue amerikanische Sanktionen : Russland spricht von „Wirtschaftskrieg“

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Der russsiche Ministerpräsident Dmitri Medwedew, aufgenommen bei einem Besuch in Jericho in der West Bank im November 2016. Bild: dpa

Der Ton zwischen Russland und Amerika wird schärfer. Die neuen amerikanischen Sanktionen interpretiert man in Moskau als Kriegserklärung an die russische Wirtschaft.

          Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew sieht in neuen amerikanischen Sanktionen gegen sein Land die „Erklärung eines Wirtschaftskrieges“ und droht mit Gegenmaßnahmen. Sollten sich die angekündigten Sanktionen der Vereinigten Staaten etwa gegen Banken oder die Verwendung bestimmter Devisen richten, käme das einer solchen Erklärung gleich, sagte Medwedew am Freitag bei einem Besuch auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka.

          „Auf einen solchen Krieg müssen wir mit ökonomischen, politischen und falls nötig auch anderen Methoden reagieren“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. „Das müssen unsere amerikanischen Freunde verstehen.“

          Amerika hatte am Mittwoch neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. Hintergrund ist der Fall des in Großbritannien vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal. Washington macht Moskau dafür verantwortlich. Russland bestreitet, darin verwickelt zu sein. Die Strafmaßnahmen sollen in etwa zwei Wochen in Kraft treten.

          Bereits zuvor hatten die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen Russland in dem Fall verhängt. Unter anderem hatten Amerika und mehrere westliche Staaten russische Diplomaten ausgewiesen. Andere Strafmaßnahmen gelten wegen der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland 2014 sowie wegen der Unterstützung für prorussische Separatisten in der Ostukraine. Außerdem gibt es Sanktionen wegen der Vorwürfe einer Einmischung Moskaus in die amerikanische Präsidentenwahl 2016. Medwedew räumte ein, dass sich die westlichen Strafmaßnahmen negativ auf die russische Wirtschaft auswirkten.

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