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Glücksspielstaatsvertrag : Neue Runde im Spiel mit dem Glück

  • -Aktualisiert am

Der neue Glücksspielstaatsvertrag verspricht viel – an Liberalisierung, Rechtssicherheit und Verbraucherschutz. Bild: obs

Im Juli beginnt eine neue Ära im Glücksspielrecht, auf die viele gewartet haben. Jetzt wird gepokert.

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          Beschlossen wurde der Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) schon 2020, doch erst jetzt erfolgte tatsächlich die fristgerechte Ratifizierung in allen 16 Landtagen, nach zähem Ringen um einheitliche Lösungen. Es ist auch nicht der erste Staatsvertrag seiner Art, aber der mit der weitreichendsten Liberalisierung. Ein Kernziel des GlüStV 2021 ist nämlich die Kanalisierung des natürlichen Spieltriebs in überwachte und regulierte Bahnen, also nicht mehr dessen größtmögliche Eindämmung.

          Nach der Liberalisierung von Sportwetten bereits Anfang 2020 dürfen nun zusätzliche Erlaubnisse für private Glücksspielangebote im Internet erteilt werden, namentlich für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele. Virtuelle Automatenspiele und Online-Poker können künftig in allen Bundesländern und für eine unbegrenzte Anzahl von privaten Anbietern erlaubt werden. Für Online-Casinospiele ist eine begrenzte Wahlmöglichkeit vorgesehen: Die Länder können diese entweder im Staatsmonopol selbst anbieten oder maximal so viele Erlaubnisse für private Anbieter pro Land erteilen, wie es im jeweiligen Land Spielbanken gibt. Für Sportwetten wiederum wird ein dauerhaftes Erlaubnismodell eingeführt.

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