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Kampf gegen Corona : Neue Risiken für die deutsche Impfstrategie

Corona-Krisenmanager: Jens Spahn Bild: EPA

Ob der Astra-Zeneca-Impfstoff auch für Ältere zugelassen wird, ist unklar. Sollte das nicht passieren, müsste Gesundheitsminister Spahn die Verordnung ändern, die die Impfreihenfolge festlegt. Dazu wäre er bereit.

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          Während in immer mehr Bundesländern die Terminvergabe für Corona-Impfungen anläuft, machen verunsichernde Meldungen zu Lieferschwierigkeiten und einer eingeschränkten Wirksamkeit von Impfstoffen die Runde.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Werner Mussler

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Dabei geht es um den Hersteller Astra-Zeneca, dessen Vakzin in dieser Woche eine europäische Zulassung bekommen könnte. Einem Bericht des „Handelsblatts“ zufolge ist das Präparat bei älteren Personen erheblich weniger wirksam als erwartet und könnte daher von der EU-Arzneimittelbehörde EMA nur eine Genehmigung für Personen bekommen, die jünger als 65 Jahre sind.

          Astra-Zeneca bestreitet die geringe Wirksamkeit vehement. Die behauptete Wirksamkeit von nur 8 Prozent ist „völlig inkorrekt“, sagte ein Konzernsprecher der F.A.Z. Vielmehr zeigten die klinischen Studien eine hohe Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung. „Nimmt man Jung und Alt zusammen, dann ist diese Impfung nach einer Dosis 70,4 Prozent wirksam und sie gibt sogar 100 Prozent Schutz gegen schwere Krankheitsverläufe und gegen Hospitalisierung“, sagte der Sprecher. Auch die Universität Oxford teilte mit, es gebe „keine Basis für die Behauptung einer sehr geringen Wirksamkeit“.

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