https://www.faz.net/-gqe-905f1

Kommentar : Offene Verbotsfragen

  • -Aktualisiert am

Immer mehr Staaten kündigen an, von einem bestimmten Jahr an den Verbrennungsmotor zu verbieten. Der Drang zum Elektromotor ist legitim. Doch viele entscheidende Fragen sind noch gar nicht geklärt.

          1 Min.

          Am Mittwoch reihte sich Großbritannien in den Reigen der Länder ein, die den Verbrennungsmotor  von einem bestimmten Jahr an verbieten wollen und dann komplett auf Elektromobilität setzen. Dem Club gehören schon Länder wie Norwegen, Frankreich oder Indien an. Zwei legitime Wünsche verbinden sich mit den Verboten: Die Luft soll sauberer und der Klimawandel eingedämmt werden.

          Doch sollten die Verbotsanhänger nicht nur ihre Absichten und Ziele bekunden, sie müssen sich auch den Fragen stellen, die mit einem radikalen Umschwung zur Elektromobilität verbunden sind. Wo werden die Rohstoffe für die benötigten Autobatterien herkommen? Unter welchen Arbeitsbedingungen werden diese produziert? Aus welchen Energiequellen wird der Strom stammen, mit dem die Elektroautos aufgeladen werden? Und wer trägt die Kosten, die durch die Energiewende auf vier Rädern auf die Bürger zukommen könnten?

          So gefährdet eine Komplettumstellung auf Elektromobilität Tausende Arbeitsplätze in der Autobranche. Diese Fragen müssen heute geklärt werden, gerade weil manche Verbote schon im nächsten Jahrzehnt wirksam werden sollen.

          Weitere Themen

          NRA beantragt Gläubigerschutz Video-Seite öffnen

          Waffenlobby : NRA beantragt Gläubigerschutz

          Die einflussreiche Waffenlobbyorganisation National Rifle Association geht in den Konkurs. Damit will die NRA nach eigenen Angaben einem drohenden Auflösungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft an ihrem Sitz in New York entgehen

          Topmeldungen

          Fahndungsfotos um 1971 von Mitgliedern der Baader-Meinhof Gruppe.

          Südlich von Hamburg : Waldarbeiter entdecken mögliches RAF-Depot

          Waldarbeiter haben in Niedersachsen einen ungewöhnlichen Fund gemacht: In einem vergrabenen Fass haben sie mutmaßliche RAF-Schriftstücke und andere verdächtige Gefäße entdeckt. Das Landeskriminalamt untersucht den Fund nun.
          Ein Teil eines Kreuzfahrtschiffs wird am Warnemünder Standort der MV Werften ausgedockt. (Archivfoto)

          MV Werften in der Krise : Schiffbruch an der Ostsee

          Die MV Werften sind durch Corona und hausgemachte Fehler in eine Schieflage geraten. Trotz hoher Staatshilfen fehlen die Perspektiven. Es wächst die Angst vor einem Kollaps.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.