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Kommentar : Offene Verbotsfragen

Immer mehr Staaten kündigen an, von einem bestimmten Jahr an den Verbrennungsmotor zu verbieten. Der Drang zum Elektromotor ist legitim. Doch viele entscheidende Fragen sind noch gar nicht geklärt.

          Am Mittwoch reihte sich Großbritannien in den Reigen der Länder ein, die den Verbrennungsmotor  von einem bestimmten Jahr an verbieten wollen und dann komplett auf Elektromobilität setzen. Dem Club gehören schon Länder wie Norwegen, Frankreich oder Indien an. Zwei legitime Wünsche verbinden sich mit den Verboten: Die Luft soll sauberer und der Klimawandel eingedämmt werden.

          Doch sollten die Verbotsanhänger nicht nur ihre Absichten und Ziele bekunden, sie müssen sich auch den Fragen stellen, die mit einem radikalen Umschwung zur Elektromobilität verbunden sind. Wo werden die Rohstoffe für die benötigten Autobatterien herkommen? Unter welchen Arbeitsbedingungen werden diese produziert? Aus welchen Energiequellen wird der Strom stammen, mit dem die Elektroautos aufgeladen werden? Und wer trägt die Kosten, die durch die Energiewende auf vier Rädern auf die Bürger zukommen könnten?

          So gefährdet eine Komplettumstellung auf Elektromobilität Tausende Arbeitsplätze in der Autobranche. Diese Fragen müssen heute geklärt werden, gerade weil manche Verbote schon im nächsten Jahrzehnt wirksam werden sollen.

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