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Elektroauto-Hersteller : Tesla stopft Sicherheitslücke nach Hackerattacke

  • Aktualisiert am

Die Hacker hatten unter anderem Zugriff auf Scheibenwischer, Licht und Schiebedach des Tesla. Bild: Reuters

IT-Experten hatten sich Zugriff auf einen Tesla verschafft und unter anderem Scheibenwischer, Licht und Sitze bedienen können. Es ist nicht die erste Sicherheitslücke bei vernetzten Autos.

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          Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat per Software-Update eine Sicherheitslücke geschlossen, nachdem es IT-Experten gelungen war, per Funk die Kontrolle über einzelne Funktionen eines fahrenden Wagens zu übernehmen. Die chinesische Gruppe Keen Security Lab konnte unter anderem Scheibenwischer, Licht und Schiebedach bedienen sowie Spiegel und Sitze verstellen.

          Tesla schränkte am Dienstag zugleich ein, dass die Hacker-Attacke nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgreich sein konnte. Unter anderem hätte das Auto mit einem präparierten WLAN-Hotspot verbunden sein müssen und der Webbrowser für die Attacke benutzt werden müssen.

          Risiko für Kunden sehr gering?

          Dennoch habe Tesla die Schwachstelle zehn Tage nach der Benachrichtigung durch Keen Security geschlossen. „Unsere realistische Einschätzung war, dass das Risiko für unsere Kunden sehr gering war, aber das hielt uns nicht davon ab, schnell zu reagieren.“

          In den vergangenen Jahren wurden mehrfach gravierende Schwachstellen in den Sicherheitssystemen vernetzter Autos offengelegt. Beim aufsehenerregendsten Fall gelang es zwei IT-Experten im Sommer 2015, über eine Sicherheitslücke im Unterhaltungssystem eines Jeep-Modells die Kontrolle über diverse Fahrzeug-Systeme zu übernehmen.

          Der Autobauer Fiat Chrysler schloss daraufhin die Schwachstelle in 1,4 Millionen Fahrzeugen. Die Kontrolle über Funktionen in einem Tesla wurde zuvor nur bei geringer Geschwindigkeit auf einem Parkplatz übernommen.

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