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Elektroauto : Bremen wird Standort für ersten Mercedes EQ

Der Mercedes EQ - hier bei einer Präsentation beim Pariser Autosalon - soll in Bremen gebaut werden. Bild: dpa

Das erste elektrische Serienmodell von Mercedes soll in der Hansestadt gebaut werden. Auch das Jahr für den Verkaufsstart ist schon bekannt.

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          Die Elektro-Offensive von Mercedes nimmt Konturen an. Jetzt wird klar, dass das erste Modell der Produktmarke „EQ“ in Bremen gebaut werden soll. „Das Bremer Werk liefert uns maximale Flexibilität, hohe Geschwindigkeit und von Anfang an Mercedes-Qualität auch für unsere Elektro-Modelle“, sagte Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG bei einer Veranstaltung in Bremen.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

          Das erste elektrische Serienmodell ist ein sportliches Geländewagen-Coupé, das als Showcar auf dem Autosalon in Paris vorgestellt wurde und zum Modelljahr 2019 in Serie gehen soll. Die Batterien sollen bis zu 500 Kilometer Reichweite haben. Sie werden von der Daimler-Tochtergesellschaft Accumotive im sächsischen Kamenz geliefert, wo der Konzern soeben einen Kapazitätsausbau für 500 Millionen Euro angekündigt hat.

          Den ersten Mercedes EQ in Bremen zu bauen, passt zur Ausrichtung des Werks, das im Produktionsverbund von Mercedes das Leitwerk für die C-Klasse und den auf der gleichen Plattform beruhenden Geländewagen ist. Auch die GLC-Variante mit Brennstoffzellenantrieb wird in Bremen gebaut.

          Auch das Brennstoffzellenauto Mercedes GLC wird in Bremen fabriziert.

          Die Strategie des Stuttgarter Konzerns ist, die Produktion von Elektroautos nicht an einem einzigen Standort zu konzentrieren, sondern jeweils an den vorhandenen Werken mit den entsprechenden Modellschwerpunkten die Möglichkeiten zu prüfen. Für Elektroautos im Luxussegment käme demnach Sindelfingen in Frage, für elektrische Kompaktmodelle Rastatt, das ungarische Kecskemet oder auch Peking. Die Elektro-Offensive von Mercedes sieht vor, bis zum Jahr 2025 mehr als zehn voll elektrische Autos auf den Markt zu bringen.

          In Bremen ist Daimler mit 12.500 Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber. Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass eine andere Automarke dort aktiv wird: Die Traditionsmarke Borgward, die mittlerweile vom chinesischen Nutzfahrzeughersteller Foton wiederbelebt wird. Borgward wird allerdings nur 50 bis 100 Arbeitsplätze schaffen, weil die Autos lediglich aus vormontierten Teilen aus China zusammengebaut werden.

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