https://www.faz.net/-gqe-8j713

Mehr E-Autos : BMW jubelt über Elektroprämie

  • Aktualisiert am

Ein BMW i3 beim Laden. Bild: dpa

Die Elektroautos von BMW verkaufen sich plötzlich viel besser. Das hängt auch mit der E-Auto-Prämie zusammen. Nur ein Modell ist bei den Antragstellern noch beliebter.

          1 Min.

          Der Autohersteller BMW profitiert offenbar von der Elektroprämie. Die Bestellungen für den neuen i3, der ab Mitte Juli ausgeliefert wird, liegen „um ein Vielfaches höher als beim Marktlaunch 2013“, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

          Der Auftragseingang für das BMW-Elektroauto weltweit beträgt demnach fast 5000 Stück. Davon entfallen etwa 1000 Bestellungen auf Deutschland – ein Grund dafür für die stärkere Nachfrage ist die deutliche höhere Batteriekapazität, die eine längere Reichweite für den „i3“ garantiert. Aber auch die Subventionen spielen eine Rolle. „Die Förderprämie wirkt sich positiv aus“, bestätigte ein BMW-Manager der F.A.S.

          Nur der Renault Zoe ist noch beliebter

          Laut einer Meldung des „Spiegel“ wurden in den ersten sechs Tagen beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) nur rund 600 Zuschuss-Anträge gestellt. Vor dem „i3“ mit 88 Anträgen und dem BMW 225xe mit 63 Anträgen lag der Meldung zufolge der Renault Zoe mit 142 Anträgen.

          Der 7er, das vor einem Jahr präsentierte Spitzenmodell von BMW, trifft dagegen auf Kritik von Investoren. 6300 7er-Limousinen wurden im Juni bestellt, knapp ein Drittel mehr als im Vorjahr. An die S-Klasse von Mercedes reicht BMW damit aber nicht heran.  „Der 7er ist eindeutig eine Enttäuschung“, sagt deshalb Michael Mulders, Fondsmanager von der Union Investment. „BMW muss sich eingestehen: Gegen die S-Klasse machen sie derzeit keinen Stich.“ Bis das Spiel mit der nächsten Generation von vorne beginnt, ziehen noch ein paar Jahre ins Land.

          Der 7er habe kein technologisches Problem, sondern ein ästhetisches, urteilen Finanzanalysten: Das Design sei zu brav, zu wenig überraschend.  „Es fehlt die Zugkraft, es fehlt der Aha-Effekt“, sagt  Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler der F.A.S.: „Offenbar sind den Designern die Ideen ausgegangen. Erstmals seit Jahren wird Daimler 2016 voraussichtlich BMW beim Gesamtabsatz überholen.“

          So bekommen Sie die E-Prämie

          Alle Privatpersonen, Unternehmen und Vereine, auf die ein Neuwagen zugelassen wird, können die E-Prämie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen. Der Antrag ist auf der Homepage des Amtes zu finden. Die Autos müssen nach dem 18. Mai gekauft worden sein. Das Volumen ist bislang auf 1,2 Milliarden Euro begrenzt. Ist die Summe ausgegeben, wird nicht mehr gefördert. Geplant ist außerdem, reine Elektroautos rückwirkend zum 1. Januar 2016 für zehn Jahre von der Kraftfahrzeugsteuer zu befreien - bisher waren es fünf.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Altenheim in Bayern: Die Bewohner sollen sich sicher fühlen können. Ist eine Impfpflicht hierfür sinnvoll?

          Neues Infektionsschutzgesetz : „Dann bitte alle impfen“

          Die Spritzenpflicht in Pflege und Kliniken kommt. Die Branche begrüßt das größtenteils, fordert aber, dass auch andere Gruppen mit einbezogen werden: Denn nur so könne man den höchstmöglichen Schutz für alle erreichen.
                        Freundliche Begrüßung für die Kameras: Wladimir Putin und Joe Biden am Dienstag zu Beginn ihres digitalen Gesprächs

          Videogipfel : Putins Linien und Bidens Optionen

          Nach dem Videogipfel der beiden Präsidenten gibt es nur eine knappe amerikanische Erklärung. Sie klingt wie die Statements vor dem Gespräch. Zumindest soll weiter geredet werden.