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Nach explodiertem VW Touran : Esso folgt Aral mit Erdgas-Verkaufsstopp

  • Aktualisiert am

Bei einer Erdgasexplosion wurde ein VW Touran in Duderstadt (Niedersachsen) zerstört. Bild: dpa

Nach einer Explosion eines VW Tourans im niedersächsischen Duderstadt reagieren die Tankstellenbetreiber. Nicht nur Aral empfiehlt vorsorglich den Verkaufsstopp von Erdgas. Auch Esso rät dazu.

          Die Tankstellenkette Aral hat nach einem Unfall mit einem VW-Erdgasauto vorsorglich einen Verkaufsstopp von Erdgas empfohlen. Nach einem Bericht von NDR-„aktuell“ soll auch an Esso-Tankstellen der Verkauf von Erdgas ab sofort gestoppt werden. „Wir haben die Sicherheit natürlich (...) an oberste Position gerückt“, sagte die Sprecherin von Exxon Mobil, Gabriele Radke, dem Magazin. „Das hat zur Folge, dass wir unsere Gasversorger bitten, vorläufig den Gasverkauf an den Esso-Tankstellen einzustellen.“

          Im deutschlandweiten Aral-Netz gibt es derzeit an 190 Tankstellen gesonderte Erdgaszapfsäulen. Medienberichten zufolge könnte der Verkaufsstopp von Erdgas an den Aral-Tankstellen bis zu 100.000 Autofahrer betreffen.

          In Duderstadt war am Freitagabend bei einem VW Touran der Gastank explodiert, als der Fahrer das Fahrzeug an einer Aral-Station betanken wollte. Laut Berichten von Augenzeugen ist der Wagen durch die Wucht der Detonation vom Boden abgehoben. Trümmerteile seien dabei durch die Luft geflogen, das Tankstellengebäude und mehrere in der Nähe parkende Autos seien ebenfalls beschädigt worden. Der Knall sei so laut gewesen, dass er noch kilometerweit zu hören war.

          Nach Polizeiangaben befand sich der Autofahrer während der Explosion nicht im Fahrzeug, ist aber schwer verletzt in eine Klinik gebracht worden. Wie das Göttinger Tageblatt berichtete, sei ein Defekt an der Tanksäule unwahrscheinlich. 

          Durch Rost könne Explosionsgefahr entstehen

          Ein Sprecher von Volkswagen bestätigte den Vorfall, wollte sich aber zu den Details nicht äußern. Nach seiner Aussage gehörte der Wagen zu einer Baureihe, für die VW im Juni einen großen Rückruf gestartet hatte. In rund 5900 Touran-Fahrzeugen der Baujahre 2006 bis 2009 müssten vorsorglich die Gasflaschen getauscht werden, teilte der Konzern damals mit. Die Gasflaschen dienen als Reserve.

          Es bestehe die Gefahr, dass die Tanks rosten könnten, wenn die Außenhaut beschädigt werde. Sollte dies passieren, könnten die Tanks unter bestimmten Bedingungen zerbersten. Im Juli hatte VW den Rückruf auf weitere erdgasbetriebene Modelle ausgeweitet, darunter Passat und Caddy. Den Besitzern wurde empfohlen, bis zur Umrüstung der Tanks nur im Benzinbetrieb zu fahren.

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