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Staatliche Förderung : Keine Elektroauto-Prämie für Panamera und S-Klasse

Weitere Investitionen sollen mehr Ladesäulen und den Vorrang für Elektroautos in der Beschaffung der öffentlichen Hand ermöglichen. Bild: ZB

Für die Förderung von Elektroautos drängt Finanzminister Schäuble auf eine höhere Beteiligung der Autoindustrie. Zudem soll eine Subventionierung oberhalb von Mittelklassewagen vermieden werden.

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          Am Dienstagabend wollen sich die Vorstandsvorsitzenden der deutschen Automobilhersteller mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zusammensetzen und über die Förderung von Elektroautos abschließend beraten. Nach Informationen dieser Zeitung lehnt der Finanzminister eine solche Subvention nicht mehr vollständig ab, drängt aber auf eine höhere Beteiligung der Industrie.

          Holger Appel
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Im Gespräch sind 5000 Euro Förderung, von denen die Hersteller nach bisherigen Vorstellungen 1250 Euro beisteuern sollten. Schäuble fordere 2500 Euro, heißt es aus Verhandlungskreisen. Zudem sollen nur Fahrzeuge gefördert werden, die einen bestimmten Kaufpreis nicht überschreiten. In Rede steht ein Anschaffungspreis von netto höchstens 40.000 bis 50.000 Euro. Man wolle Fahrzeuge aus der Mittelklasse erfassen, die Förderung von Mercedes-Benz S-Klasse und Porsche Panamera aber vermeiden, heißt es.

          Womöglich sollen zudem rein elektrisch betriebene Fahrzeuge und solche, die einen teilelektrischen Antrieb haben (Plug-in-Hybrid), unterschiedlich behandelt werden. Das jedenfalls lehnt die Industrie wegen der Komplexität ab. Sie weist aber auch darauf hin, Plug-in-Hybride seien in der Lage, bis zu 50 Kilometer weit rein elektrisch zu fahren. Damit sei der Gedanke der lokal emissionsfreien Mobilität erfüllt, man nehme aber auch Rücksicht auf jene Kunden, die nicht ganz auf die Vorteile konventioneller Antriebe verzichten wollten.

          Unstrittig ist offenbar, dass es zu weiteren Investitionen in die Infrastruktur kommen soll. Dies soll den Aufbau neuer Ladesäulen beinhalten und den Vorrang für Elektroautos in der Beschaffung der öffentlichen Hand. Die Stadt Stuttgart hatte kürzlich schon bekanntgegeben, für ihren Fuhrpark nur noch elektrisch betriebene Autos anschaffen zu wollen.

          Gegenwind für das Ansinnen einer Förderung zur Stimulierung des Absatzes könnte der Industrie indessen ausgerechnet aus dem eigenen Erfolg erwachsen. Ein Beispiel: Mercedes-Benz bietet seit wenigen Tagen seinen kompakten Geländewagen GLC als Plug-in-Hybrid an. Offenbar werden die Schwaben der Nachfrage schon jetzt nicht Herr. Wer den GLC heute bestellt, bekommt als Liefertermin das erste Quartal 2017 genannt.

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