Forderung der EU-Kommission : Häuslebauer sollen Elektroauto-Steckdosen einplanen
Schon beim Hausbau soll einem Bericht des “Spiegels“ zufolge künftig an eine Auflademöglichkeit für Elektroautos gedacht werden. Die EU-Kommission wolle durchsetzen, dass Einfamilienhäuser und andere kleinere Gebäude mindestens über eine entsprechende Vorverkabelung verfügen müssen, berichtete das Nachrichtenmagazin am Samstag unter Berufung auf einen Entwurf zur Änderung des EU-Energieeffizienzpakets. Bei größeren Gebäuden müsse wenigstens einer von zehn Parkplätzen mit einer festen Ladestation ausgestattet sein.
Die Kosten belaufen sich laut EU-Kommission auf bis zu 75.000 Euro pro Station, wie es in dem Bericht weiter hieß. Von der Neuregelung betroffen wären Neubauten ebenso wie Sanierungsobjekte. Sie soll demnach spätestens im Jahr 2023 in Kraft treten.
Weitere Steuervorteile für Elektroauto-Halter
Für Halter von Elektroautos wird es demnächst dagegen attraktiver, ein solches Fahrzeug zu besitzen. Sie können zusätzliche Steuervorteile in Anspruch nehmen. Nach dem Bundestag billigte am Freitag auch der Bundesrat das Gesetz zur Förderung der Elektromobilität: Die im Kraftfahrzeugsteuergesetz festgeschriebene fünfjährige Steuerbefreiung für Erstzulassungen reiner Elektrofahrzeuge wird rückwirkend zum 1. Januar 2016 in eine zehnjährige Befreiung umgewandelt.
Zudem sollen die vom Arbeitgeber gewährten Vorteile für das Aufladen eines privaten Elektro- oder Hybridelektrofahrzeug im Betrieb von der Steuer befreit werden. Ziel der Neuregelung ist es, mehr Elektroautos auf die Straßen zu bringen.
