https://www.faz.net/-gqe-8dl7i

Kombi-Tickets : Bahn startet Elektroauto-Projekt

  • Aktualisiert am

Ein Flinkster-Elektroauto steht am Frankfurter Hauptbahnhof. Bald sollen diese Autos zusammen mit dem Bahnticket buchbar sein. Bild: dpa

Am Donnerstag startet ein Pilotprojekt der Deutschen Bahn: Reisende können beim Ticketkauf gleich ein Elektroauto am Zielbahnhof dazu buchen.

          1 Min.

          Die Deutsche Bahn steht unter Druck. Rund 20 Millionen Menschen reisten im vergangenen Jahr mit Fernbussen und auch Mitfahrzentralen machen der Bahn zunehmend Konkurrenz. Darauf reagiert das Unternehmen jetzt mit einem Pilotprojekt. Ab dem 18. Februar sollen Bahnkunden demnach die Möglichkeit haben, mit einem Fernverkehrsticket auch ein Elektroauto zu buchen, mit dem sie von ihrem Zielbahnhof aus weiterfahren können. Das Projekt startet zunächst in Berlin und soll später auf andere Städte ausgeweitet werden.

          Auch bisher stellte die Bahn-Tochter Flinkster schon Carsharing-Elektroautos an Bahnhöfen zur Verfügung. Neu ist, dass die Autos direkt beim Ticketkauf auf der Internetseite oder in der App der Bahn mit gebucht werden können. So reservierte Autos zahlen Reisende nicht stundenweise, sondern in Tagespauschalen. 29 Euro kostet das Angebot pro Tag, Verbrauchs- und Kilometerpauschalen entfallen. Bis zu einer Woche kann ein Bahnkunde ein Elektroauto behalten.

          Gut geeignet sind die Elektroautos vor allem für kleinere Anschlussfahrten in die Umgebung des Zielbahnhofs. Längere Strecken können sie aber nicht ohne Weiteres überbrücken: Die Elektroautos haben eine Reichweite von etwa 100 Kilometern, danach müssen sie wieder geladen werden. Dafür stehen sogenannte Heimatstationen an den ursprünglichen Parkplätzen der Elektroautos sowie die öffentlichen Ladesäulen des Anbieters Vattenfall in Berlin zur Verfügung.

          Anmeldegebühren zahlen müssen Bahnkunden für den neuen Service nicht. Wer ihn nutzen will, kann über die Seite bahn.de/flinkster-connect sein Ticket kaufen und sich dabei registrieren. Vor der ersten Nutzung eines Elektroautos müssen Kunden am Bahnhof aber ihren Führerschein vorzeigen.

          Weitere Themen

          Keine Einigung im Streit um Tiktok

          Fristablauf in Amerika : Keine Einigung im Streit um Tiktok

          Bis Mitternacht hatte der chinesische Tiktok-Eigentümer Zeit, das Amerika-Geschäft der Videoapp zu verkaufen. Geschehen ist das nicht. Dennoch sollen Nutzer die App vorerst weiter verwenden können.

          Mainzer Goldgrube im Kampf gegen die Pandemie Video-Seite öffnen

          Globaler Hoffnungsträger : Mainzer Goldgrube im Kampf gegen die Pandemie

          Voriges Jahr war die Mainzer Biotechnologiefirma Biontech noch weithin unbekannt, nun hat sie sich zum globalen Hoffnungsträger im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemausert. Zusammen mit dem amerikanischen Pharmariesen Pfizer entwickelte Biontech einen nach eigenen Angaben zu mehr als 90 Prozent wirksamen Impfstoff gegen das Virus.

          Topmeldungen

          Angeschlagener DFB-Präsident: Am Ende des „Falls Löws“ könnte der Sturz von Fritz Keller (links) stehen.

          Machtkampf im kriselnden DFB : Unter Geiern

          Der Fall „Löw“ ist ein exemplarisches Beispiel für das systemische Versagen des DFB. Zu Hochform laufen einige Funktionäre im Führungszirkel nur noch auf, wenn es um Machterhaltung und Fallenstellen geht.
          Eine riesige Euro-Münze überragt die Menschen in der Innenstadt von Frankfurt am Main als die ersten Euro-Starterkits mit einem Sortiment von Euro-Münzen ausgegeben werden.

          Einführung des Euro 2002 : Schon wieder neues Geld

          Auf ihre D-Mark waren die Deutschen so stolz wie auf ihre Nationalmannschaft. Entsprechend emotional einschneidend war für viele die Einführung des Euros am 1. Januar 2002. Teil 16 unserer Serie „Deutschland seit 1945“.
          Eine Mitarbeiterin von Moderna bei der Arbeit an der Herstellung eines Corona-Impfstoffs (Symbolbild)

          Kampf gegen Corona : Das Dilemma der Impfstoff-Prüfer

          Für die Zulassung von Impfstoffen müssen Prüfer sich durch meterweise Datenmaterial kämpfen und schwierige politische und ethische Fragen beachten, die erst später relevant werden können. Eine Mammutaufgabe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.