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Mit Einschränkungen : Bei Aral können Autofahrer wieder Erdgas tanken

  • Aktualisiert am

Die generelle Sperrung der Aral-Erdgaszapfsäulen ist aufgehoben. Bild: dpa

Nach der Explosion des Gastanks eines VW-Touran hatten mehrere Tankstellenunternehmen die Gas-Zapfsäulen geschlossen. Ausgerechnet bei Aral, wo der Unfall geschah, öffnen sie nun wieder. Mit Einschränkungen.

          Die Zapfsäulen für Erdgas sind an den Aral-Tankstellen unter Einschränkungen für VW-Fahrzeuge wieder geöffnet. Aral habe seinen Pächtern empfohlen, entweder die VW-Modelle Touran, Passat und Caddy unabhängig von deren Baujahr oder aus operativen Gründen alle VW-Fahrzeuge von der Betankung auszuschließen, teilte der Konzern am Freitag in Bochum mit. Die Tankstellen sollen die Erdgas-Zapfsäule über das Kassensystem sperren und jeden Tankvorgang einzeln freischalten, um eine sichere Betankung zu ermöglichen.

          Aral und alle anderen großen Tankstellenunternehmen in Deutschland hatten nach einem Unfall mit einem gasgetriebenen VW Touran vor einer Woche ihren Stationen empfohlen, die Gas-Zapfsäulen vorübergehend ganz stillzulegen oder nur mit Einschränkungen weiter zu betreiben.

          Verbände der Gaswirtschaft und die Deutsche Energie-Agentur hatten die Maßnahme als überzogen kritisiert, weil es sich bei dem Unfall um einen Sonderfall gehandelt habe und Erdgas-Autos generell sicher seien. Der Verein „Zukunft Erdgas e.V.“ berichtete am Freitag noch von weiteren Aufhebungen der Zapfsäulen-Sperrungen. So empfehle auch Total den Tankstellen, nur einzelne Modelle von der Betankung auszuschließen.

          Halter des Unfallfahrzeugs war Rückruf nicht gefolgt

          Bei dem Unfall vergangene Woche war der Tank des betroffenen VW Touran geborsten. VW hatte die Autos wegen möglicher Korrosionsschäden zurückgerufen; der Halter des Unfallfahrzeugs war diesem Rückruf jedoch noch nicht gefolgt.

          Der Unfall war passiert, als der Fahrer das Fahrzeug an einer Aral-Station betanken wollte. Laut Berichten von Augenzeugen hatte der Wagen durch die Wucht der Detonation vom Boden abgehoben. Trümmerteile seien dabei durch die Luft geflogen, das Tankstellengebäude und mehrere in der Nähe parkende Autos seien ebenfalls beschädigt worden. Der Knall sei so laut gewesen, dass er noch kilometerweit zu hören war. Nach Polizeiangaben hatte sich der Autofahrer zum Zeitpunkt der Explosion nicht in seinem Fahrzeug aufgehalten, war aber schwer verletzt in Klinik gebracht worden.

          In Deutschland stehen rund 900 Zapfsäulen für Erdgas, die zumeist nicht den Konzernen gehören, sondern von regionalen Gasversorgern betrieben werden. Zugelassen sind bundesweit knapp 100.000 Autos und Nutzfahrzeuge, die mit Erdgas fahren. Sie haben aber auch noch einen Benzintank.

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