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Gerichtsentscheid : Kein Rabatt aufs Taxi

  • -Aktualisiert am

Zu billig? Bild: dpa

Der Taxipreis wird von der Stadt festgelegt. Darf die App MyTaxi ihn reduzieren? Ein Gericht sagt: nein. Vorläufig.

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          Der zum Autobauer Daimler gehörende Taxi-Vermittlungsdienst My Taxi hat im Streit um eine Rabattaktion vor dem Stuttgarter Landgericht eine Niederlage kassiert. Eine Kammer für Handelssachen bestätigte eine einstweilige Verfügung gegen eine Rabattaktion, in der My Taxi Kunden während des Bahnstreike bis zu 50 Prozent Nachlass auf den Taxi-Fahrpreis eingeräumt hatte.

          Die Aktion sei wettbewerbswidrig, sagte die Richterin. My Taxi vermittle nicht nur Fahrten, sondern wickle auch die Bezahlung ab. Der Richterspruch deutete sich bereits bei der mündlichen Verhandlung Anfang des Monats an. In Deutschland legen die Behörden die Preise für Taxifahrten fest.

          Daimler gibt sich nicht geschlagen

          MyTaxi sorgt seit Jahren für Unruhe im deutschen Fahrgewerbe. Mit Hilfe der App und des Smartphones kann ein Taxi direkt beim Fahrer bestellt werden, ohne Umweg über die vermittelnde Zentrale.

          Daimler will rechtliche Schritte prüfen. Man sei „der festen Überzeugung“, nicht gegen das Gesetz verstoßen zu haben, sagte ein Konzernsprecher. Der Kläger, die Stuttgarter Auto-Taxi-Zentrale, zeigte sich hingegen erfreut. Die Entscheidung sei wichtig, um fairen Wettbewerb zu gewährleisten, heißt es dort.

          Im April hatte die Stuttgarter Auto-Taxi-Zentrale bereits durchgesetzt, dass der Mitfahrdienst Uber seine Dienste nicht in der baden-württembergischen Landeshauptstadt anbietet. Im Gegensatz zu Uber geht es bei My Taxi um Profi-Taxifahrer, welche die App nutzen.

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