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Nach dem Autogipfel : Bis zu 4000 Euro Kaufprämie für E-Autos

  • Aktualisiert am

2020 sollen nach dem Willen der Regierung eine Million E-Autos auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Bild: dpa

Um 11 Uhr will die Bundesregierung verkünden, wie sie künftig Elekroautos fördern will. Für reine E-Autos soll es Zuschüsse von 4000 Euro geben, für Hybride 3000 Euro. Schon im Mai könnte es losgehen.

          Bundesregierung und Autoindustrie haben sich auf Kaufprämien für Elektroautos geeinigt. Entsprechende Informationen des Deutschlandfunks wurden der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Koalitionskreisen nach einem Autogipfel am Dienstagabend im Kanzleramt bestätigt.

          Um die schleppende Nachfrage anzukurbeln, soll es demnach für reine E-Autos Zuschüsse von 4000 Euro geben, für Hybride mit ergänzendem Verbrennungsmotor 3000 Euro. Die Förderung solle bereits Mitte Mai beginnen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

          Die Kosten in Höhe von 1,2 Milliarden Euro sollen sich der Bund und die Hersteller jeweils zur Hälfte teilen, wie es in den Koalitionskreisen hieß.

          Keine Kaufprämie für Luxus-E-Autos mit Kaufpreis über 60.000 Euro

          Prämien sollen nur für Modelle mit einem Listenpreis von maximal 60.000 Euro für ein Basismodell möglich sein.

          Flankiert werden soll die Förderung von weiteren Hilfen, um die Verbreitung von Elektro-Autos voranzubringen. So sollen schon ab 2016 rund 20 Prozent der Neuanschaffungen für Fuhrparks des Bundes E-Fahrzeuge sein. Darüber hinaus will der Bund 300 Millionen Euro in die Hand nehmen, um den Ausbau von Strom-Ladestationen für E-Autos zu finanzieren.

          Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wollen am Mittwoch (11.00 Uhr) gemeinsam über die Pläne informieren. Eine Kaufprämie für E-Autos ist auch innerhalb der Koalition heftig umstritten.

          Die Regierung hat das Ziel ausgegeben, dass 2020 eine Million E-Autos unterwegs sein sollen. Zu Jahresbeginn waren aber erst 25.500 E-Autos und 130.000 Hybride zugelassen - bei 45 Millionen Pkw insgesamt. Als Hauptprobleme beim Ausbau der Elektromobilität gelten die vergleichsweise hohen Preise für die Fahrzeuge, die geringe Reichweite und eine unzureichende Ladestation-Infrastruktur.

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