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Neue IWF-Analyse : Höhere Steuereinnahmen durch bessere Computer

  • Aktualisiert am

Mikroskop-Analyse am Helmut-Schmidt-Flughafen in Hamburg. Bild: dpa

Die Digitalisierung krempelt nicht nur die Wirtschaft um. Auch für die öffentliche Verwaltung ist sie sehr chancenreich, analysiert der Internationale Währungsfonds.

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          Die Fortschritte in der Computertechnik bieten Regierungen nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zahlreiche Chancen. „Die Digitalisierung kann Informationslücken zwischen Regierungen und Akteuren in der Wirtschaft überbrücken, die Effizienz der Politik erhöhen und das Leben der Bürger leichter machen“, heißt es in einer neuen Analyse des Währungsfonds.

          So könnten beispielsweise Steuern auf den grenzüberschreitenden Waren- und Kapitalverkehr effizienter eingetrieben werden. Dies bringe den Ländern womöglich Einnahmen in Höhe von bis zu zwei Prozent der Wirtschaftsleistung im Jahr.

          Fünf Billionen Dollar

          Steueroasen, die einen Umfang von schätzungsweise zehn Prozent der Weltwirtschaftsleistung erreichten, könnten mit digitalen Mitteln zurückgedrängt werden, halten die IWF-Fachleute für möglich. Zudem ließen sich bei den staatlichen Ausgaben und den Sozialsystemen Verbesserungen erreichen.

          IWF-Direktorin Christine Lagarde hatte zuletzt von Schätzungen gesprochen, nach denen jedes Jahr ungefähr ein Fünftel der den Staaten zustehenden Mittel durch Mängel im Steuersystem und eine ineffiziente staatliche Ausgabenpolitik verloren gingen oder verpufften. Das entspricht einer Summe von etwa fünf Billionen Dollar.

          Den Vorteilen der Digitalisierung stehen nach Ansicht der Währungsfonds-Ökonomen aber auch Herausforderungen gegenüber. So stellten sich in der Besteuerung der rasch wachsenden Internetbranche, die ihre Aktivitäten leicht von einem Land in ein anderes verlagern könne, die Frage, wo diese Firmen besteuert werden. Zudem schaffe die Digitalisierung neue Möglichkeiten für Betrügereien.

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