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Asiens Hauptstädte : Die Flucht vor den eigenen Bürgern

Die Prachtstraße von Naypyidaw: Burmas neue Hauptstadt leidet vorerst nicht unter Verkehrsverstopfung. Bild: Getty

In Asien sollen neue Hauptstädte entstehen. Die Elite will die bisherigen Metropolen mit ihren Problemen verlassen.

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          Vielleicht würde Carrie Lam gern, wenn sie nur könnte. Doch die Verwaltungschefin von Hongkong, seit Monaten unter dem Druck von Demonstranten, kann mit ihrer Regierung nicht vor dem eigenen Volk einfach davonlaufen. Andere versuchen es. Zumindest mit einem Umzug. Denn in Asien gibt es einen neuen Trend: Den Umzug von Hauptstädten. Angeheizt wird er von Sicherheitsbedenken, von Umweltproblemen und der Angst vor den Folgen des Klimawandels und von einem Verkehrschaos, das sich auf Jahre nicht wird lösen lassen. Die indonesische Hauptstadt Jakarta und die thailändische Kapitale Bangkok nehmen die Plätze sieben und acht in einer Studie über die verstopftesten Städte der Welt ein. An der Spitze liegt die indische Wirtschaftshauptstadt Bombay.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          So wird es weitergehen. Asiatische Städte wachsen mit 2,4 Prozent jährlich flächenmäßig so schnell wie nie zuvor. Seit 1970 hat sich die Zahl der Städter in Asien von 375 Millionen Menschen auf nun rund 1,9 Milliarden verfünffacht. „Bis 2050 wird deren Zahl auf rund 3 Milliarden Menschen anschwellen. Das entspricht einem Wachstum von 46 auf dann 64 Prozent der Bevölkerung“, heißt es bei der Asiatischen Entwicklungsbank. 28 der großen Stadtregionen beherbergen schon heute mehr als jeweils zehn Millionen Menschen. Acht dieser Riesenstädte liegen in China, sieben in Indien und drei in Indonesien.

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