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Neue Datenregeln : Google versetzt Meta weiteren Schlag

Konkurrenten: Mark Zuckerberg (l.) vom Facebook-Mutterkonzern Meta und Sundar Pichai vom Google-Mutterkonzern Alphabet Bild: AP/ AFP

Der Internetkonzern arbeitet an strengeren Datenregeln, will dabei aber weniger „plump“ als Apple vorgehen. 

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          Der Internetkonzern Meta Platforms um das soziale Netzwerk Facebook versetzte der Börse vor zwei Wochen einen Schock, als er eine dramatische Abschwächung seines Umsatzwachstums voraussagte. Unter anderem führte er verstärkte Konkurrenz als Grund an, etwa von der Smartphone-App TikTok. Daneben konkretisierte er auch erstmals das Ausmaß des finanziellen Schadens durch strengere Datenregeln von Apple. Der Elektronikkonzern hat in einer neuen Version des Betriebssystems für seine iPhones ein Hindernis für das Sammeln von Nutzerdaten und damit für das Werbegeschäft von Unternehmen wie Facebook geschaffen. Um die Onlineaktivitäten von Nutzern per „Tracking“ nachverfolgen und für die Auswahl maßgeschneiderter An­zeigen auswerten zu können, ist nun eine ausdrückliche Zustimmung beim Öffnen von Apps notwendig. Marktforschungsdaten zufolge lehnen viele iPhone-Nutzer das ab. Meta sagte voraus, das werde in diesem Jahr 10 Milliarden Dollar Umsatz kosten. Der Aktienkurs stürzte nach diesen Neuigkeiten an einem Tag um 26 Prozent ab.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.
          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Jetzt hat Google einen Vorstoß ge­macht, der Parallelen zu Apples Ansatz hat und das Werbegeschäft von Meta und anderen Unternehmen weiter belasten könnte. Der Internetkonzern teilte mit, er arbeite an „privateren Werbelösungen“ für Android-Handys, die das Teilen von Nutzerdaten begrenzen sollen. Das soll Teil der Datenschutzinitiative „Project Sandbox“ sein, die heute schon Googles Internetbrowser Chrome umfasst und künftig auf Android ausgeweitet werden soll. Googles Schritt bedeutet, dass das Sammeln und Auswerten werberelevanter Nutzerdaten nun von den Herstellern beider marktführender Betriebssysteme für Smartphones erschwert wird. Der Ak­tienkurs von Meta verlor nach Googles Ankündigung zwei Prozent an Wert.

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