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Stararchitekt Renzo Piano : Der Genuese und die Brücke

Renzo Piano hat einen Entwurf für die neue Autobahnbrücke in seiner Heimatstadt Genua veröffentlicht. Bild: Reuters

Das Verhältnis des Stararchitekten Renzo Piano zu seiner Heimatstadt Genua war lange angespannt. Jetzt kann er mit seinem Entwurf für eine neue Autobahnbrücke an das Kolumbus-Jahr anknüpfen.

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          In einem schweren Moment für Genua versucht der Stararchitekt Renzo Piano seiner Heimatstadt neue Perspektiven und neues Selbstbewusstsein zu geben. Für die Stadt war der Einsturz der Autobahnbrücke am 14. August des vergangenen Jahres nicht nur eine Tragödie mit 43 Opfern und mehr als 500 Obdachlosen aus den Häusern unter der Brücke. Das Unglück unterbrach auch eine Lebensader der Stadt, die den Hafen und den Westen Genuas mit der Altstadt und dem Osten verband. Zudem wurde damit auch offengelegt, wie baufällig die stolze Stadt geworden ist.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Die ehemalige Seerepublik führt in Italien den Beinamen „La Superba“, die Hochmütige. Doch wirtschaftlicher Niedergang mit staatlicher Schwerindustrie sowie der Verlust von mehr als einem Drittel der Einwohner innerhalb von wenigen Jahrzehnten drücken schon lange die Stimmung in der Stadt. Dabei will Genua immer schon in nichts der anderen großen Seerepublik Venedig nachstehen. Allzu gern erinnern die Genuesen daran, dass ihre Stadt Expeditionen in den neuen Kontinent Amerika finanzierte, auch für den in Genua geborenen Christoph Kolumbus. Das geschah, als Venedig schon im Niedergang war, weil die Expansion des Osmanischen Reiches die Stadt immer mehr von ihrer Lebensader, der Seidenstraße, abriegelte.

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