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Neue Allianz : Peking und Putin gründen Ratingagentur

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Jüngst verhandelten sie große Gaslieferungen, jetzt gründen China und Russland eine eigene Ratingagentur - gegen die Konkurrenz von der Wall Street.

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          Russland und China gründen ihre eigene Ratingagentur. In einem ersten Schritt werde die neue Institution gemeinsame
          Investitionsprojekte bewerten, kündigte der russische Finanzminister Anton Siluanow am Dienstag bei einem China-Besuch an. “Unsere Vorstellung ist, dass die Ratings völlig unpolitisch sind“, hieß es in einer Erklärung des Moskauer Ministeriums.

          Russland und China haben die großen amerikanischen Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch für ihre
          Bonitätsbewertungen wiederholt kritisiert. Sie vermuten politische Einflussnahme. So stufte S&P Russland Ende April auf eine Note über
          Ramschniveau herab - einige Wochen zuvor hatte das Land die ukrainische Halbinsel Krim eingegliedert.

          Das neue Gemeinschaftsprojekt zwischen Peking und Moskau ist das nächste Ausrufezeichen einer neuen Allianz gegen den Westen, die beide Staaten setzen. Jüngst hatten Staatskonzerne beider Länder nach jahrelangen Verhandlungen einen Vertrag über die Lieferung von russischem Gas nach China über einen Zeitraum von 30 Jahren unterzeichnet.

          Beobachter hatten den Deal als historisch eingestuft, weil Russland eine solche Partnerschaft mit keinem anderen Land besitze. Der russische Gazprom-Konzern soll dem chinesischen Partner CNPC von 2018 an mindestens 38 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr liefern. Berichten zufolge hat das Geschäft einen Wert von umgerechnet 290 Milliarden Euro.

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