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Spiele : „World of Warcraft“ dominiert

  • -Aktualisiert am

„The Burning Crusade” ist die neueste Spielerweiterung von „World of Warcraft” Bild: Blizzard Entertainment

Weniger als drei Jahre nach seiner Erstveröffentlichung hat das Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ die Konkurrenz klar abgehängt. Durchschnittlich 1000 Minuten je Woche sind die Spieler aktiv.

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          Weniger als drei Jahre nach seiner Erstveröffentlichung hat das Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ die Konkurrenz klar in die Schranken verwiesen. Nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Nielsen entfallen 18 Prozent der Zeit, die für Computerspiele aufgewendet wird, auf „World of Warcraft“. Das zweitplazierte Computerspiel „Halo: Combat Evolved“ erreicht nur 3,7 Prozent der Spielzeit, hat Nielsen gemessen. „World of Warcraft“ erreicht eine durchschnittliche Spielzeit von 1000 Minuten je Woche; alle anderen Spiele werden nur etwa halb so lange gespielt.

          Die Marktforscher haben die Nutzung von Video- und Computerspielen in mehr als 12 000 Haushalten in aller Welt untersucht, in denen mindestens eine Stunde je Woche gespielt wird und die mindestens ein Spiel in den vergangenen sechs Monaten gekauft haben. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Verkaufszahlen weist Nielsen die tatsächliche Nutzung der Spiele aus.

          Halo und Die Sims abgehängt

          Mit „World of Warcraft“ hat das amerikanische Unternehmen Blizzard Entertainment in dieser Statistik der Computerspiele die Branchengrößen Microsoft (Halo) und Electronic Arts (Die Sims) in die Schranken verwiesen. Werden die Unternehmen nach dem Umsatz mit Spielesoftware gelistet, liegt aber weiterhin Electronic Arts klar vorn.

          Bunte World-of-Warcraft-Welt
          Bunte World-of-Warcraft-Welt : Bild: Blizzard Entertainment

          Unter den Spielekonsolen dominieren noch die alten Geräte. Auf die Playstation 2 von Sony entfallen 42 Prozent der Nutzung; weitere 17 Prozent erreicht die erste Xbox-Generation von Microsoft. Die zweite Microsoft-Generation Xbox 360 wird wegen des vergleichsweise frühen Verkaufstarts weit intensiver genutzt als die Konkurrenzprodukte Nintendo Wii und Sony Playstation 3.

          Die aktuellen Schwierigkeiten von Sony lassen sich an den Zahlen gut erkennen: Von der Dominanz der Playstation 2 ist Sony mit der Playstation 3 noch meilenweit entfernt. Viele Fachleute bezweifeln, dass Sony mit dieser Konsole noch einmal die Marktführerschaft erreichen kann.

          Nintendo DS war meistverkaufte Konsole

          In rund 30 Prozent aller deutschen Haushalte steht inzwischen eine Spielekonsole, hat Jupiter Research ermittelt. Damit liegt Deutschland zwar im unteren Drittel in Europa, holt aber vergleichsweise schnell auf. Meistverkaufte Konsole in Deutschland war im vergangenen Jahr die mobile Nintendo DS. Danach folgten die Playstation 2, die mobile Konsole Sony PSP und die Xbox 360 von Microsoft. Einen Schub erhofft sich die Spielebranche von der Messe Games Convention in Leipzig im August, auf der erstmals mehr als 200 000 Besucher erwartet werden.

          Die wachsende Spielebranche hat inzwischen das Interesse der Werbeindustrie gefunden. Werbung in Spielen – vor allem in Online-Spielen – gilt als lukrativer Wachstumsmarkt. Daher hat Microsoft schon im vergangenen Jahr für rund 200 Millionen Dollar das amerikanische Unternehmen Massive übernommen, das sich auf die Werbevermarktung in Spielen spezialisiert hat.

          Werbenetz für Online-Spiele

          Ähnlich wie im Internet versucht Microsoft nun, ein Werbenetzwerk aufzubauen. „Wir spielen ein Netzwerk-Spiel. Wenn ich einem Werbekunden nur die Präsenz in einem Spiel anbieten könnte, hat das nur einen begrenzten Wert. Erst ein umfassendes Netzwerk macht Sinn“, sagte Cory Van Arsdale, Vorstandsvorsitzender von Massive, der Nachrichtenagentur Reuters.

          Für das Geschäft mit Electronic Arts hatte sich auch Google interessiert, war aber nicht zum Zuge gekommen. Die Suchmaschine hat vor kurzem das Unternehmen Adscape übernommen, das ebenfalls auf Werbung in Spielen spezialisiert ist. Google hat auch angekündigt, sein Werbeprogramm Adsense, das zu Suchbegriffen passende Werbung auf fremden Seiten einblendet, auf Spiele auszuweiten.

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