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Kommunikations-App : Whatsapp wird etwas privater

Manche Whatsapp-Nutzer erhalten neue Möglichkeiten, ihre Privatsphäre zu schützen. Bild: AFP

Seit dieser Woche haben Nutzer des Smartphone-Betriebssystems Android erweiterte Möglichkeiten, ihre Privatsphäre zu verbessern. Unter anderem ist dauernde Kontrolle durch andere Nutzer nun abschaltbar.

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          Bisher war es mitunter etwas unheimlich, die Kommunikationsanwendung Whatsapp zu benutzen. Das äußerte sich zum Beispiel dann, wenn ein Nutzer plötzlich Nachrichten erhielt wie: „Du warst ja schon seit Tagen nicht mehr online. Ist alles in Ordnung?“  oder „Du bist schon seit heute morgen online. Warum hast Du mir denn noch nicht geantwortet?“ Möglich waren solche Kontrollnachrichten, weil Whatsapp bisher standardmäßig anzeigte, wann ein Nutzer zuletzt die App verwendet hatte. Abschalten ließ sich das nur auf dem iPhone. Seit Anfang dieser Woche ist das nun auch für Nutzer des Handy-Betriebssystems Android anders.

          Mit einer Programmaktualisierung am Montag hat Whatsapp die Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre erweitert. Wer die App auf einem Android-Telefon nutzt, kann in den Einstellungen nun explizit angeben, wer alles sehen kann, wann ein Nutzer zuletzt online war. Zur Auswahl stehen dort die Möglichkeiten „Jeder“, „Meine Kontakte“ und „Niemand“. Falls Nutzer ein Profilbild verwenden, können sie dessen Sichtbarkeit auch auf die genannten Nutzerkreise begrenzen. Auch der sogenannte Status lässt sich auf diese Art mitteilen - oder eben verbergen.

          Außerdem enthält die neue Programmversion „2.11.186“ nun die Möglichkeit, die Kosten für die Anwendung für Dritte zu übernehmen, etwa als Geschenk für Freunde oder Verwandte. Das erste Jahr der Nutzung ist kostenfrei, dann fallen für den Dienst in Deutschland 89 Cent im Jahr an.

          Ende Februar hatte das soziale Netzwerk Facebook angekündigt, Whatsapp für umgerechnet rund 14 Milliarden Euro kaufen zu wollen. Schon vorher gab es immer wieder Datenschutzbedenken gegenüber der Anwendung. Zuletzt hatten amerikanische Datenschützer Protest gegen den Whatsapp-Kauf eingelegt. Die amerikanische Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission solle das Geschäft genau prüfen. Sie solle außerdem dafür sorgen, dass Whatsapp-Nutzer  davor geschützt werden, dass ihre Daten auf „unfaire und irreführende Weise“ gesammelt würden.

          Vor allem störten sich Nutzer bisher daran, dass Whatsapp die Handy-Kontaktliste an amerikanische Server weitergibt. Das lässt sich auf Android-Telefonen immer noch nicht verhindern. Zumindest können sich Android-Nutzer nun etwas besser davor schützen, von anderen Nutzern dauernd kontrolliert zu werden.

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