https://www.faz.net/-gqe-8v4ar

Wegen Hackerattacken : Verizon zahlt 350 Millionen Dollar weniger für Yahoo

  • Aktualisiert am

Bei zwei Hackerangriffen waren Yahoo Daten von mehr als einer Milliarde Nutzern gestohlen worden - das drückt den Preis für Verizon. Bild: AP

Der Mobilfunkkonzern Verizon will das Kerngeschäft von Yahoo übernehmen und muss jetzt deutlich weniger zahlen. Der Kaufpreis kann sich dennoch sehen lassen.

          1 Min.

          Der größte amerikanische Mobilfunkkonzern Verizon bekommt das Kerngeschäft des Internetpioniers Yahoo zu einem günstigeren Preis. Dieser werde um 350 Millionen Dollar niedriger ausfallen, wie die beiden Unternehmen am Dienstag erklärten. Damit zahlt Verizon 4,48 Milliarden Dollar in bar. Verizon will Yahoos E-Mail-, Such- und Messengerdienste und den Bereich Online-Werbung mit seiner Tochter AOL kombinieren.

          Der Konzern setzt darauf, mit mobilen Videos und Werbung neue Einnahmen außerhalb des als gesättigt geltenden Mobilfunkmarktes zu erlösen. Das Geschäft solle im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Verizon-Aktien verteuerten sich vorbörslich um 0,4 Prozent, die von Yahoo um knapp 0,6 Prozent.

          Es wurde kein Wertpapier gefunden!

          Verizon hatte wegen des durch die Cyberattacken entstandenen wirtschaftlichen Schadens seit längerem versucht, den Preis für die Übernahme zu drücken. Künftige Kosten aus den Untersuchungen von Regierungsbehörden und Dritten wollen sich beide Unternehmen teilen. Yahoo will zudem für mögliche Ansprüche aus Aktionärsklagen und der Börsenaufsicht SEC geradestehen. Bei zwei Hackerangriffen waren 2013 und 2014 Daten von mehr als einer Milliarde Yahoo-Nutzern gestohlen worden. Der einstige Internetpionier verlor in den vergangenen Jahren zunehmend an Boden im Kampf mit den schnell wachsenden Online-Giganten Google und Facebook.

          Weitere Themen

          Alle wichtigen Fakten zum BER Video-Seite öffnen

          Langer Anlauf, lange Eröffnung : Alle wichtigen Fakten zum BER

          Die Eröffnung wurde immer wieder verschoben, und die Kosten explodierten – der neue Berliner Flughafen sorgte über Jahre für Negativschlagzeilen. Mit neun Jahren Verspätung geht der Flughafen „Willy Brandt“ vor den Toren der Hauptstadt nun in Betrieb.

          Topmeldungen

          Eine Frau mit einer Packung Eier – im Hintergrund das Kapitol in Havanna

          Corona-Krise auf Kuba : Schlimmer als die Pandemie

          In Kuba setzt die Regierung strenge Maßnahmen gegen Corona ein. Noch härter als die Pandemie trifft die Menschen jedoch die Lebensmittelkrise. Das Land schlittert in eine immer schwierigere Situation.
          Wahlkämpferisch: Donald und Melania Trump am Freitag bei einer Veranstaltung in Tampa, Florida.

          Wahl in Amerika : Gespaltene Staaten

          Aus dem zivilisierten Wettstreit um die politische Macht zwischen Rot und Blau ist in den Vereinigten Staaten ein radikaler Kampf um alles oder nichts geworden; das liegt nicht nur an Donald Trump. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.