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Vor der Gamescom : Zwei von fünf Deutschen zocken

Nächste Woche ist wieder Gamescom in Köln: VR-Brillen werden eines des großen Themen sein. Bild: dpa

Computerspielen ist kein „Kinderkram“ mehr, hat der IT-Verband Bitkom in einer Umfrage ermittelt. Und auch, wie wichtig das Smartphone und die 3D-Brille sind.

          Gaming ist längst nicht mehr eine Kinderzimmer-Beschäftigung für Jugendliche, mehr als 40 Prozent der Deutschen spielen regelmäßig Computerspiele. Das entspricht rund 30 Millionen Menschen, wie eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom unter 1247 Personen über 14 Jahren ergibt.

          Jonas Jansen

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für die „Netzwirtschaft“.

          „Die Beliebtheit von Video- und Computerspielen zeigt, wie sehr Gaming zum alltäglich genutzten Unterhaltungsmedium geworden ist“, sagte Martin Börner aus dem Präsidium des Bitkom an diesem Donnerstag zur Vorstellung der Studienergebnisse in einer Telefonkonferenz.

          Unschlagbares Smartphone

          Wenn dann am Mittwoch der nächsten Woche mit der Gamescom in Köln die größte Computerspielmesse der Welt beginnt, kommen Hunderttausende Gamer zu den Messehallen. Doch als Zocker gelten längst nicht mehr nur die professionellen Gamer und die Online-Spieler, die sich stundenlang im Wettstreit mit Gegnern im Internet verlieren, sondern auch alle, die auf dem Weg zur Arbeit mal eben das neue Handyspiel ausprobieren oder abends mit Freunden gemeinsam an der Spielkonsole entspannen.

          Mobile Plattformen wie Smartphones oder Tablets werden zudem immer beliebter, das Smartphone ist inzwischen das meistgenutzte Gerät für Computerspiel. 85 Prozent der Gamer nutzen es, dahinter folgen der Laptop und der stationäre PC.

          Während vor drei Jahren nur jeder Zehnte auf dem Tablet spielte, macht es heute bereits mehr als jeder Zweite, damit kommt es näher an die Spiele-Konsole heran. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass die letzte Generation der Konsolen wie die Xbox One von Microsoft oder Sonys Playstation 4 schon seit einigen Jahren auf dem Markt ist. Mit neuen Modellen könnte dort die Nachfrage wieder steigen, auf der Gamescom werden viele Neuheiten erstmals zu testen sein.

          Für die Gamescom hat die Köln-Messe und der Bundesverband der Computer- und Videospielindustrie BIU außerdem als Trendthema Virtuelle Realität ausgemacht. VR-Brillen wecken nach einer Umfrage des BIU eine große Neugier, das bestätigt auch die Auswertung des Bitkom: 39 Prozent der Gamer in Deutschland wollen sich eine solche Grafik-Brille kaufen oder planen zumindest, es zu tun.

          „Virtual Reality“ transportiert die Nutzer technisch in eine andere Spielwelt, in der sie sich – eine solche Brille tragend – bewegen können. Einige Modelle fügen der bestehenden Realität digitale Inhalte hinzu wie etwa in der Technik der sogenannten Augmented Reality. Manche dieser VR-Brillen sollen in diesem Jahr auf den Markt kommen – der Rummel um sie ist bereits groß.

          Wer sich nicht als Gamer fühlt, tut dies übrigens meist aus Zeitmangel, als Kinderkram sehen Computerspiele nur noch sieben Prozent der Deutschen. „Gaming hat sich als Freizeitbeschäftigung für Erwachsene etabliert und wird auch als solche wahrgenommen“, sagte Börner dazu.

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