https://www.faz.net/-gqe-7p1j3

Neue Partnerschaft : Über Twitter bei Amazon einkaufen

  • Aktualisiert am

Bald auch mit einem Click von Twitter aus Bild: dpa

Der größte Internet-Händler der Welt schaltet sich mit dem beliebten Kurznachrichtendienst Twitter zusammen. Er hofft auf mehr spontane Käufe - und Twitter auf höhere Werbeeinnahmen.

          1 Min.

          Twitter und Amazon schalten sich zusammen: Künftig sollen Nutzer ein Produkt, das sie in einem Tweet entdecken und gerne kaufen würden, per Click direkt in ihren Amazon-Einkaufswagen legen können. Eine entsprechende Vereinbarung hat der Kurznachrichtendienst mit dem weltgrößten Online-Händler gerade unterzeichnet, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Amerikanische Amazon-Kunden sollen dafür künftig einfach den Hashtag #AmazonCart verwenden können, wenn sie eine entsprechende Produktnachricht beantworten.

          Beide Unternehmen versprechen sich eine wachsende Kundschaft von der Zusammenarbeit. Amazon hofft auf viele zusätzliche Käufe von den mehr als 250 Millionen Menschen, die derzeit Twitter nutzen. Der Konzern kann dabei wohl gerade mit mehr sogenannten Impulskäufen rechnen - also dem Phänomen, dass ein Nutzer ein neues Produkt entdeckt und es sofort haben möchte, nach längerem Nachdenken aber vielleicht anders entscheiden würde.

          Twitter auf der anderen Seite, das nach wie vor Verlust macht, hofft auf höhere Werbeeinnahmen. Das Unternehmen bekommt zwar keinen Geld ab, wenn Amazon über diesen Dienst Waren verkauft. Dafür hat es aber angeblich mit Amazon ausgehandelt, dass der Internet-Lieferant mehr Geld für Werbung zahlt.

          Außerdem setzt Twitter darauf, dass es durch den Dienst seine Kunden länger auf der Seite halten kann. Auf diese Weise will der Konzern mehr über ihre Interessen und Kaufgewohnheiten lernen - Daten, welche die Seite wiederum interessanter für Werbekunden machen sollen.

          Weitere Themen

          Daimler schließt Milliarden-Vergleiche in Amerika Video-Seite öffnen

          Dieselskandal : Daimler schließt Milliarden-Vergleiche in Amerika

          Der Autobauer Daimler will in den Vereinigten Staaten mit mehr als zwei Milliarden Dollar Streitigkeiten im Dieselskandal beilegen. Für Vergleiche mit mehreren amerikanischen Behörden werden nach Konzernangaben rund 1,5 Milliarden Dollar fällig, für die Beilegung einer Sammelklage von Verbrauchern etwa 700 Millionen Dollar.

          Topmeldungen

          Eine Frau arbeitet während des Lockdown von zuhause aus.

          Arbeitsrecht : Was Chefs in Corona-Zeiten dürfen

          Sind Zwangstests auf Covid-19 erlaubt? Was gilt für brisante Daten? Können Kosten für das Homeoffice steuerlich abgesetzt werden? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Arbeitsrechts-Fragen in Bezug auf die Pandemie.

          8:2-Gala gegen FC Barcelona : Alle Achtung, FC Bayern!

          Die Münchner demütigen den einst so großen FC Barcelona mit Lionel Messi im Viertelfinale der Champions League. Das 8:2 erinnert an das deutsche 7:1 im WM-Halbfinale 2014. Doch für den FC Bayern hat die Sache nicht nur einen Haken.
          43:56

          Digitec-Podcast : Kampf um Tiktok

          Präsident Trump droht mit Verbannung, Microsoft verhandelt eine Übernahme: Was aus der besonders unter Jugendlichen beliebten App wird, diskutieren wir mit Tiktok-Fachmann Adil Sbai.

          Republikaner begehren auf : Amerika oder Trump!

          Die härtesten Kritiker des Präsidenten finden sich in den eigenen Reihen. Konservative machen gegen ihn im Netz mobil. Ihre Botschaft ist eindeutig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.