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Twitter-Neuerung : Weg von den 140 Zeichen

  • Aktualisiert am

Twitter will möglicherweise die 140-Zeichen-Grenze aufweichen. Bild: Reuters

Twitter kämpft um seine Mitglieder. Seit Monaten stagniert der Nachrichtendienst. Jetzt sollen angeblich Fotos und Links von den 140 Zeichen ausgenommen werden.

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          Wer Twitter nutzt, weiß, dass es oft nicht einfach ist, einen Gedanken in nur 140 Zeichen zu formulieren. Der Nachrichtendienst will das nun erleichtern, indem Fotos und Links nicht mehr als Zeichen gezählt werden. Bislang „kostete“ das 24 oder 23 Zeichen. Die Änderung könnte schon in den kommenden zwei Wochen vollzogen werden. Das berichten mehrere amerikanische Medien.

          Twitter gilt als kompliziert und für Laien schwer verständlich. Schon lange kann das Netzwerk kein großes Wachstum mehr vorweisen. Twitter-Gründe Jack Dorsey versucht seit vergangenem Jahr mit verschiedenen Mitteln, die Dienst tauglicher für die Masse zu machen. Im Oktober wurde beispielsweise „Moments“ eingeführt, eine Funktion, die Tweets zu bestimmten Themen sammelt. So sollen Gespräche rund um Veranstaltungen beispielsweise vereinfacht werden.

          Vergangene Änderungen wurden heiß diskutiert

          Der aktuelle Fokus auf Links und Bilder kommt nicht von ungefähr: Twitter hat untersucht, dass das Hinzufügen von Fotos, Links oder Videos die Wahrscheinlichkeit eines Tweets erhöht, von anderen Nutzern retweetet, also geteilt, zu werden.

          Schon im Januar machten die Gerüchte die Runde, das Twitter plane, das Limit für Tweets auf 10.000 Zeichen pro Tweet zu erhöhen. Bislang sah das Unternehmen davon ab. Stattdessen ist es seit dem Frühjahr möglich, die Timeline algorithmisch zu organisieren. Tweets, die besonders oft geteilt oder favorisiert wurden oder Tweets von Personen, deren Accounts ein Nutzer besonders aktiv folgt, können so prominenter angezeigt werden als zuvor.

          Die vergangenen Änderungen sorgten jedoch stets auch für eine rege Diskussion in der Community. Unter dem Hashtag #RIPTwitter machten Tausende Nutzer ihrem Ärger Luft. Für Jack Dorsey ist jede Änderung ein Balance-Akt zwischen dem Gewinnen neuer Nutzer und dem Halten der teilweise eingeschworenen Twitter-Gemeinde. Eine Twitter-Sprecherin wollte die neuen Spekulationen um Veränderungen auf Anfrage von FAZ.NET zunächst nicht kommentieren.

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