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Meerkat : Twitter bremst Video-App

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Meerkat heißt eine beliebte App, mit der man vom Smartphone aus Live-Videos senden kann. Twitter macht ihr jetzt das Leben schwerer. Vielleicht ist der Grund dafür ganz eigennützig.

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          Der Kurznachrichtendienst Twitter hat der aufstrebenden Live-Video-App Meerkat nach dem Kauf eines Wettbewerbers den Datenzugang weitgehend abgeschnitten. Twitter erklärte den Schritt mit den Nutzungsregeln. Er dürfte dennoch neue Diskussionen über den Umgang mit App-Entwicklern auslösen.

          Meerkat ist eine App, mit der man Live-Videos vom Smartphone übertragen kann. Sie ist erst zwei Wochen online, gewnn in dieser Zeit aber schon rund 120.000 Nutzer. Ein Grund für das schnelle Wachstum dürfte die Einfachheit sein: Die Übertragung kann mit nur einem Klick gestartet werden. Dann geht ein Link mit dem Livestream an alle Twitter-Abonnenten des Nutzers.

          Zugleich griff Meerkat bei Twitter die Informationen darüber ab, wer wem bei dem Kurznachrichtendienst folgt, und übertrug dieses soziale Umfeld in die eigene Plattform. Diesen Zugang kappte Twitter am späten Freitag. Das geschehe im Einklang mit internen Regeln, sagte eine Sprecherin unter anderem dem „Wall Street Journal“. Die Links zu den Livestreams werden weiterhin über Twitter verschickt.

          Erst wenige Stunden zuvor hatte Twitter den Kauf des Meerkat-Rivalen Periscope bestätigt, dessen Dienst noch nicht öffentlich zugänglich ist. Dieser Kauf allerdings soll schon im Januar geschehen sein.

          Meerkat-Gründer Ben Rubin schrieb, die Einschränkungen seien nur ein kleines Hindernis für seine App - aber „ein trauriger Tag für die Twitter-Entwicklergemeinde“. Meerkat hofft, mit Livestreams von dem gerade laufenden Festival „South by Southwest“ groß rauszukommen.

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