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Telekommunikations-Trends 2007 : Spagat zwischen Wachstum und Kostensenkung

  • -Aktualisiert am

Vor allem Handy-Gespräche sollen 2007 billiger werden Bild: ddp

Der Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt wird auch im neuen Jahr nicht an Schärfe verlieren. Die Kunden kann das nur freuen: Sie bekommen künftig mehr Leistung für das gleiche Geld.

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          Der Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt wird 2007 um keinen Deut weniger hart als in den gerade abgelaufenen zwölf Monaten. Im Gegenteil: Die meisten Branchenbeobachter rechnen damit, dass sich die Konkurrenten der Deutschen Telekom noch stärker formieren werden und dem ehemaligen Monopolisten weiterhin die Kunden abjagen.

          Aber auch unter den Herausforderern der Telekom wird es zu immer heftigeren Gefechten kommen. Und es treten neue Wettbewerber auf den Plan.

          DSL-Grundgebühr wird kaum sinken

          "Die Unternehmen müssen einen breiten Spagat zwischen der Erschließung neuer Wachstumspotentiale durch Investitionen und einer deutlichen Kostensenkung bewältigen", erwartet Roman Friedrich, Telekommunikationsexperte bei der internationalen Strategie- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton.

          Er geht davon aus, dass es auch im neuen Jahr zu einer Fortsetzung des Preiskampfes für die populären Bündelangebote aus Telefon- und DSL-Anschluß sowie Pauschalpreisen für Sprachtelefonie und Internetzugang kommen wird. "Dabei wird der monatliche Grundpreis allerdings kaum sinken. Vielmehr werden immer mehr Leistungen, zum Beispiel eine höhere Bandbreite für den Internetzugang, in die Bündel hineingeschnürt", glaubt Friedrich.

          Ähnlich sieht es auch Thomas Goette von der Beratungsgesellschaft Mercer Management Consulting. "Das Jahr 2006 war das Jahr des Double-Play, der Bündelangebote aus Internet und Sprache." Für 2007 geht er davon aus, dass diese Bündel um weitere Angebote zum Triple-Play ausgebaut werden.

          Zwei Jahre Jagdsaison

          "Der Wettbewerb mit den Kabelnetzanbietern wächst erkennbar, und diese wissen, dass sie nur ein Zeitfenster von rund zwei Jahren haben, um den Telekommunikationsunternehmen die Kunden abzujagen", erklärt Goette. Daher seien die Kabelnetzbetreiber derzeit mit Hochdruck dabei, ihre Netze für Internet und Telefonie aufzurüsten. "Wir sehen in anderen europäischen Märkten, dass der Wettbewerb zwischen dem Kabel und DSL sehr intensiv ist. Das wird auch in Deutschland kommen und die Konkurrenz im Jahr 2007 anheizen."

          In der Konsequenz für die Telekommunikationsunternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Angebote um die Fernsehkomponente erweitern müssen, um mit den Kabelnetzanbietern konkurrieren zu können. Dies allerdings ist nur der erste Schritt zu einer deutlichen Überarbeitung des Geschäftsmodells der Unternehmen, dessen erste Stufe schon im laufenden Jahr greifen soll.

          "Die Telekommunikationsgesellschaften müssen sich Umsatzpotentiale jenseits des klassischen Zugangs zur Sprachtelefonie oder zum Internet suchen", erklärt Ansgar Schlautmann, Telekommunikationsfachmann bei der Unternehmensberatung CSMG Adventis.

          Zweifel an VDSL

          Als einen ersten Schritt auf diesem Weg sehen die Experten das Fernsehangebot der Deutschen Telekom, das seit Herbst unter dem Namen T-Home vermarktet wird und bis zu 100 Fernsehkanäle über die schnelle VDSL-Leitung in die Haushalte einiger Großstädte überträgt. Allerdings gibt es unter den Beratern noch Zweifel, dass das VDSL-Angebot auf der Basis des heutigen Preisniveaus für die Kunden attraktiv ist.

          Goette bemerkt dazu aber: "VDSL wird sich im deutschen Markt durchsetzen. Allerdings wird dies einige Zeit benötigen. Wir gehen deshalb davon aus, dass VDSL-Angebote aus Kundensicht 2007 attraktiver werden." Das allein wird als Reaktion auf die neue Konkurrenz aber nicht ausreichen. "Der Übergang der klassischen Telekommunikation in die Welt des Internet-Protokolls ruft neue Wettbewerber für die etablierten Unternehmen auf den Plan", sagt Schlautmann.

          Unternehmen wie die Deutsche Telekom müssten sich in Zukunft verstärkt mit Konkurrenten wie Google oder Yahoo auseinandersetzen, die die Kunden über Inhalte und attraktive Dienste an sich binden könnten und die Telefonie ganz nebenbei auch noch anbieten würden. Dies wird sich schon im Jahr 2007 in Ansätzen zeigen.

          Konkurrenz aus dem Web 2.0

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