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Telekommunikation : Siemens-Handys: Sanieren heißt sparen

  • Aktualisiert am

Sorgenkind Handysparte: Siemens plant Einsparungen Bild: REUTERS

Die Handysparte ist das Sorgenkind der Siemens AG. Jetzt kündigt der Münchner Konzern Einsparungen von bis zu einer Milliarde Euro an.

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          Kosten sparen und das Geschäft unabhängig von weiteren strategischen Überlegungen zunächst sanieren - so lautet der Kurs, den Siemens in der Zukunft für seine Handy-Sparte einschlagen will.

          Siemens will die Kosten der Sparte im laufenden Geschäftsjahr um bis zu eine Milliarde Euro senken. Ursprünglich seien für das Segment im Geschäftsjahr 2004/05 (zum 30. September) Einsparungen von 500 bis 600 Millionen Euro eingeplant gewesen, sagt Lothar Pauly, Chef des neuen Siemens-Kommunikationsbereichs Com, am Dienstag in München. Nun strebe das Management zusätzliche Kostensenkungen von rund 400 Millionen Euro an. Hierbei gehe es weniger um den Abbau von Stellen, sondern vielmehr um Marketingaufwendungen. Die kriesengeschüttelte Sparte hatte Siemes in den vergangenen drei Quartalen hohe Verluste beschert.

          Sorgenkind Handysparte

          Siemens kündigte darüber hinaus an, im gesamten Bereich Com über Synergieeffekte in den nächsten drei Jahren die Entwicklungskosten insgesamt um 15 Prozent senken zu wollen. Der gesamte Siemens-Konzern investiert eigenen Angaben zufolge etwa zehn Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

          Siemens hat zum 1. Oktober seine bisherigen Bereiche Mobilfunk (ICM) und Netzwerke (ICN) zusammengefaßt, arbeitet aber nach wie vor an der Verschmelzung. Die Kosten der Restrukturierung beliefen sich auf einen zweistelligen Millionenbereich, sagte Pauly.

          15 neue Handy-Modelle

          Größtes Sorgenkind von Com ist die Handysparte, doch auch das Festnetzgeschäft erfüllt die Erwartungen nicht. „Hier ergreifen wir Maßnahmen“, bekräftigte Com-Chef Lothar Pauly und fügte mit Blick auf das Handy-Geschäft hinzu: „Das amüsiert überhaupt nicht.“ Neben den Kosteneinsparungen werde Siemens mit der nächsten Modellgeneration die Basis für eine neue, auf das Betriebssystem Linux basierenden Handysoftware legen. Insgesamt werde Siemens im laufenden Jahr 15 neue Handy-Modelle vorstellen.

          Die Siemens-Aktie notierte am Vormittag zunächst um ein Prozent schwächer, erholte sich dann aber wieder.

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