https://www.faz.net/-gqe-vw7w

Telekommunikation : Gerüchte um Stellenabbau und Milliardenzukauf bei der Telekom

  • Aktualisiert am

Neue Rotstift-Gerüchte Bild: AP

Die Meldungen über Einschnitte bei der Telekom reißen nicht ab: Jetzt sollen Kürzungen in der Buchhaltung geplant sein. Das Gerücht, der Konzern plane eine Milliardenübernahme, bezeichneten informierte Kreise allerdings als „abenteuerlich“.

          Die Meldungen über Einschnitte bei der Deutschen Telekom reißen nicht ab: Jetzt soll das Unternehmen deutliche Kürzungen in der Buchhaltung planen. Derzeit werde der Abbau von rund einem Drittel der insgesamt 1.200 Arbeitsplätze geprüft, verlautete aus dem Umfeld des Unternehmens. Zudem sei eine weitere Schließung von Standorten geplant. Im Gespräch sei eine Reduktion von 48 auf 6 Standorte, hieß es.

          Ein Sprecher der Deutschen Telekom lehnte einen Kommentar dazu ab. Er sagte allerdings, dass in dem Buchhaltung und Rechnungswesen die Produktivität gesteigert werden müsse, „um auf Wettbewerbsniveau kommen“. Den aktuell Beschäftigten solle dabei nicht in die Tasche gegriffen werden. Ein Weg die Kosten zu senken, seien niedrigere Löhne bei Neueinstellungen.

          Der Telekom macht in Deutschland der harte Wettbewerb zu schaffen, der in den vergangenen Quartalen auf die Umsätze drückte. Das Unternehmen will daher die Kosten bis zum Ende der Dekade um rund fünf Milliarden Euro senken und plant dazu auch den Abbau von Arbeitsplätzen. Bis Ende 2008 soll ein Sparprogramm abgeschlossen werden, dass den Weggang von rund 32.000 Beschäftigten vorsieht.

          Gerüchte über Milliardenzukauf

          Außerdem kam durch einen Bericht der „Financial Times Deutschland“ das Gerücht auf, die Deutsche Telekom erwäge einen Zukauf zur Stärkung ihrer Geschäftskundensparte T-Systems. Danach soll der Bonner Konzern erste Sondierungsgespräche über eine mögliche Übernahme des amerikanischen IT-Dienstleisters Electronic Data Systems (EDS) führen.

          Um den Kauf zu finanzieren, würde sich die Telekom mit einem Finanzinvestor zusammentun, berichtet die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. EDS habe derzeit einen Börsenwert von rund 10 Milliarden Dollar (fast 7 Milliarden Euro). Nach der Verschmelzung mit T-Systems könnte die neue Tochter an die Börse gebracht oder weiterverkauft werden.

          Nach Informationen aus Konzernkreisen ist die Deutsche Telekom hingegen nicht an einer Übernahme von EDS interessiert, berichteten mehrere Nachrichtenagenturen. Der Zeitungsbericht sei „abseitig“ und „abenteuerlich“, hieß es.

          Weitere Themen

          Neuer Interessent für Osram

          Bieterwettstreit? : Neuer Interessent für Osram

          Überraschend ist die österreichische AMS als Bieter für den Münchner Lichttechnik-Konzern auf den Plan getreten. Er will den Finanzinvestoren Bain und Carlyle Paroli bieten. Der Osram-Vorstand hat größte Bedenken.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.