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Mobiles Internet : Jeder Zweite nutzt das Netz to go

  • -Aktualisiert am

Das Smartphone ist heute überall dabei - auch während der Vorlesung. Bild: dpa

Von unterwegs schnell mal eine E-Mail schreiben, nach dem Weg schauen oder ein Café finden: Das mobile Internet ist gewaltig auf dem Vormarsch, wie eine neue Studie zeigt. Aber die Nutzer sind sich auch der Risiken bewusst.

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          Inzwischen sind Warnungen, dass Fußgänger Unfälle verursachen, weil sie im Laufen zu sehr mit ihren Smartphones beschäftigt sind, nichts ungewöhnliches mehr. Auch Meldungen, dass den Menschen der aufrechte Gang wieder abhanden kommen könnte durch den steten Blick aufs Handy und dass Whats App inzwischen „echte“ Gespräch ersetzt, erscheinen kaum noch skurril. Eine neue Studie der Initiative D21 bestätigt diesen Alltagseindruck: Das mobile Internet, das Netz to go, ist gewaltig auf dem Vormarsch. Dieses Jahr waren 54 Prozent der Bevölkerung mobil im Netz unterwegs – 2013 waren es nur 40 Prozent gewesen.

          58 Prozent der Deutschen besitzen inzwischen ein Smartphone, deutlich mehr als 2013 mit nur 37 Prozent. Der Anteil derjenigen die ein Tablet haben, hat sich sogar verdoppelt: von 13 auf 26 Prozent. Wer ein Smartphone hat, benutzt es in der Regel mehrmals am Tag – und zwar vor allem für das Versenden von Emails oder Nachrichten (Whats App und andere), für Vor-Ort-Informationen und das aktuelle Nachrichtengeschehen. Diejenigen, die noch nicht mobil surfen, tun das vor allem deshalb nicht, weil ihnen ihr Computer zu Hause reicht (81 Prozent).

          Unter den Smartphone- und Tablet-Nutzern wiederum ist das Bewusstsein, dass ihr Internetverhalten nicht ohne Risiko ist, durchaus bewusst: 70 Prozent der 1000 Befragten fürchten, dass sich jemand illegal Zugriff auf ihre Daten verschaffen könnte, gut die Hälfte, dass sie überall geortet werden könnten. Dabei sind die Nutzer der Studie nach ziemlich sicherheitsbewusst: So öffnen 74 Prozent nur Dateien von vertrauenswürdigen Absendern, und 66 Prozent haben einen Passwortschutz aktiviert.

          Als Vorteil empfindet es die Mehrheit der Nutzer dagegen, immer und überall auf Informationen zurückgreifen zu können. Auch dass man sich besser in einer unbekannten Umgebung zurechtfindet und leichter mit Freunden in Kontakt bleiben kann, findet die Mehrheit der Nutzer positiv. Das richtige Smartphone-Alter für Kinder ist nach Meinung der Befragten übrigens dreizehn.

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