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Angeschlagenes Start-up : Spotify-Konkurrent schafft doch noch neue Finanzierung

Alexander Ljung räumt den Chefposten und ist künftig nur noch „Chairman“. Bild: Reuters

Der Musikdienst Soundcloud galt einst als Musterknabe der deutschen Start-up-Szene. Dann gab es Probleme, Sparmaßnahmen, Entlassungen. Jetzt rettet sich das Unternehmen knapp die Finanzierung. Und bringt in der Chefetage ein Opfer.

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          Der angeschlagene Berliner Musikdienst Soundcloud hat eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 143 Millionen Euro vermeldet. Das schrieb der Mitgründer von Soundcloud, Alexander Ljung, in einem Blogeintrag am Freitagabend. „Ich bin froh, mitteilen zu können, dass wir die größte Finanzierungsrunde in der Geschichte von Soundcloud abgeschlossen haben“, schrieb Ljung.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Allerdings räumt Ljung in diesem Zusammenhang seinen Chefposten. Kerry Trainor, der frühere Chef der Videoplattform Vimeo, soll Soundcloud von nun an leiten. Der Gründer verbleibt in dem Unternehmen allerdings in der Position des sogenannten Chairman.

          Drastischer Stellenabbau

          Anfang Juli hatte Soundcloud einen drastischen Stellenabbau verkündet. Rund 40 Prozent der Belegschaft sollten entlassen werden, insgesamt 173 Mitarbeiter. Künftig konzentriert sich das Unternehmen nur noch auf die Standorte in Berlin und New York, die Büros in London und San Francisco werden geschlossen. Ebenfalls in einem Blogbeitrag erklärte Ljung im Juli, dass die Einschnitte für einen nachhaltigen Erfolg nötig seien. Soundcloud wolle unabhängig bleiben. Am Freitagabend schrieb der Gründer euphorisiert: „Wir fangen gerade erst an.“

          Zuletzt war über einen möglichen Verkauf des zehn Jahre alten Unternehmens spekuliert worden. Der Kurzmitteilungsdienst Twitter und der Streamingdienst Spotify waren im Gespräch, zuletzt auch der deutsche Konkurrent Deezer.

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