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Musik-Abo : Spotify hat 10 Millionen Kunden

Spotify hat deutlich mehr zahlende Kunden als noch vor einem Jahr. Bild: REUTERS

Der Internet-Musikanbieter Spotify wächst schnell - nun hat er mehr als 10 Millionen zahlende Kunden. Reicht das, um endlich Gewinn zu machen?

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          Der schwedische Musikabonnementdienst Spotify hat erstmals mehr als 10 Millionen zahlende Kunden. Das sind vier Millionen mehr als im März des vergangenen Jahres - damals informierte Spotify zuletzt über seine Abonnentenzahl.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Daniel Ek,  Mitgründer und Vorstandschef des Unternehmens, sprach von „einem Meilenstein sowohl für Spotify als auch für die gesamte Musikindustrie“. Der im Jahr 2008 in Stockholm gegründete Musikvertrieb ist der mit Abstand größte Anbieter von Musikabonnements der Welt und mittlerweile in 56 Ländern aktiv.

          In Deutschland haben Spotify-Kunden für 10 Euro im Monat unbeschränkt Zugriff auf eine Sammlung von mehr als 20 Millionen Musiktiteln. Allerdings gehört ihnen kein einziger davon - wenn sie ihr Abonnement kündigen, können sie auch nicht mehr weiter Musik hören.

          Viel Verlust

          Spotify ist mit diesem Geschäftsmodell binnen weniger Jahre zum zweitgrößten Umsatzbringer für die globale Tonträgerindustrie geworden – hinter dem Marktführer Apple, der über iTunes Musik als Downloads verkauft. Immer wieder kritisieren aber Musiker, dass Spotify ihnen zu wenig für ihre Musiktitel bezahle.

          Der Musikdienst hat außer seinem kostenpflichtigen Abonnement auch ein kostenloses, weniger nutzerfreundliches und von Werbung unterbrochenes Angebot. Dessen Nutzerzahl ist seit März 2013 von 24 Millionen auf 40 Millionen Musikfreunde gestiegen.

          Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, dass Spotify demnächst an die Börse gehen werde. Apple hat kürzlich für 3,2 Milliarden Dollar den amerikanischen Konkurrenten Beats Electronics gekauft, der vor allem für seine Kopfhörer bekannt ist, aber auch einen Musikabonnementdienst anbietet.

          Auch Spotify könnte nach Einschätzung von Branchenfachleuten zum Übernahmekandidaten werden. Während der bislang letzten Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen im vergangenen Jahr mit 4 Milliarden Dollar bewertet.

          Unter anderem ist die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs an Spotify beteiligt. Trotz des starken Wachstums und der milliardenschweren Bewertung ist Spotify bisher hoch defizitär. 2012 wies das Unternehmen bei einem Umsatz von 435 Millionen Euro einen Verlust von 59 Millionen Euro aus. Geschäftszahlen für 2013 wurden bisher nicht veröffentlicht.

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