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Spielekonsolen : Microsoft schließt Verzögerung bei der Xbox 360 aus

  • Aktualisiert am

Klappt es bis Weihnachten? Spiele-Fans warten auf die neue Xbox 360 Bild: ap

Die Spielekonsole soll vor Weihnachten in ausreichender Stückzahl in den deutschen Läden stehen. Im aktuellen Geschäftsjahr will der Konzern in Deutschland 100 Arbeitsplätze schaffen.

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          Die neue Spielkonsole von Microsoft kommt in Deutschland pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Handel. „Die Xbox 360 wird vor Weihnachten in einer ausreichenden Stückzahl in Deutschland zu haben sein“, sagte Jürgen Gallmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Gallmann wies damit Spekulationen von Analysten zurück, daß sich der Zeitplan möglicherweise als zu ehrgeizig erweisen könne.

          Der japanische Wettbewerber Sony hatte das Erscheinungsdatum seiner in Asien und Amerika seit geraumer Zeit erhältlichen, tragbaren Spielkonsole „Playstation Portable“ in Deutschland vom Frühjahr auf den Herbst verschieben müssen. Dieses Schicksal will sich Microsoft bei der „Xbox 360“ ersparen. „Und für die Konsole werden vom Verkaufsbeginn an zwischen 30 und 40 Spiele verfügbar sein“, sagte Gallmann. Dazu sollen auch die weitverbreiteten Spiele des Weltmarktführers Electronic Arts gehören.

          Große Hoffnungen setzt Microsoft in die Fähigkeit der Konsole, sich in ein Heimnetzwerk von Computern einbinden zu lassen, die mit dem Betriebssystem "Windows XP Media Center" ausgerüstet sind. Einige der neuen Spiele sollen der Kreativität des Nutzers breiten Raum geben. „Es wird Spiele geben, bei denen die Spielgrenzen vom Spieler selbst festgelegt werden“, sagte Gallmann.

          Aus der Nähe betrachtet: die Zentrale für Videospiele
          Aus der Nähe betrachtet: die Zentrale für Videospiele : Bild: REUTERS

          Alternativen zum iPod geplant?

          Die Vermutung, der Computerhersteller Apple wende sich auch deshalb von seinem bisherigen Chiplieferanten IBM ab, weil IBM die Xbox mit einem Hochleistungsprozessor ausstattet, der Apple vorenthalten worden sei, mag Gallmann nicht teilen. „Es ist jedenfalls nicht so, daß dieser Prozessor zuvor auf keinem Entwicklungsplan aufgetaucht wäre. Wir haben schon im vergangenen Jahr angekündigt, mit welchem Partner wir beim Prozessor zusammenarbeiten“, sagte Gallmann.

          Die „Xbox 360“ wird von einem IBM- „PowerPC“-Prozessor mit einer Taktrate von 3,2 Gigahertz und drei Prozessorkernen angetrieben werden. Apple wartet bisher vergeblich auf einen „PowerPC“-Prozessor mit 3 Gigahertz und einem Kern und hat sich in der vergangenen Woche entschieden, die wesentlichen Chips seiner Computer künftig von Intel und nicht mehr von IBM zu beziehen.

          „Wir waren uns im klaren, daß es schwer werden wird, mit der ersten Generation der Xbox Geld zu verdienen. Spielekonsolen mit gutem Gewinn zu produzieren erfordert sieben bis zehn Jahre Geduld“, sagte Gallmann. Marktführer Sony sei Microsoft immer noch ein ganzes Stück voraus. „Um an Sony nahe heranzukommen, müßten wir von der Xbox 360 mehr als 50 Millionen Exemplare verkaufen.“ In bezug auf den digitalen Musikspieler „iPod“ von Apple sagte Gallmann, daß Microsoft sich grundsätzlich darüber freue, daß Apple damit Erfolg gehabt hat. Dies sei gut für die gesamte IT-Branche. Aber Gallmann läßt auch keinen Zweifel daran, daß das Unternehmen versuchen wird, dem iPod so schnell wie möglich Alternativen entgegenzustellen.

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